Berghotel Hexentanzplatz Hotel und Gastronomie GmbH, Thale


Hexen können!

In der Walpurgisnacht, der Nacht zum 1. Mai, fliegen die Zauberweiber auf ihren Besen aus allen Himmelsrichtungen hinauf zum Hexentanzplatz über dem Harzstädtchen Thale. Sie feiern eine feurige Party und erholen sich danach in einem der Zimmer im Berghotel. Im Sommer und Herbst kommen die Wanderer hier herauf. Erst im Winter wird es still. Wer dann im Berghotel ein Zimmer bucht, weiß die Ruhe auf dem sagenhaften Berg zu schätzen.
„Das ist schon eine exponierte Lage hier“, schwärmt Frank Niesmann, Eigentümer des Berghotels Hexentanzplatz mit den Selbstbedienungsgaststätten Hexenbüfett und Berghütte, dem Biergarten Köhlersiedlung sowie verpachteten Verkaufsläden. Für zufriedene Besucher sorgt das Team von Marina Kirmse. Die Quedlinburgerin führt die Geschäfte auf dem Hexentanzplatz schon seit April 1990, und Niesmann hat ihr die Gesamtleitung des Berghotels anvertraut, als er das Objekt im Dezember 2012 endgültig übernahm. Zuvor hatte der Bremer die mehr als 8.000 Quadratmeter Fels bedeckende Immobilie bereits als Steuerberater betreut. Er führte Hotel und Gastronomie weiter, nachdem die vormalige Besitzerin in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. Der Berg hatte ihn bezaubert.
Den Erwerb unterstützte die Bürgschaftsbank mit einer Ausfallbürgschaft. „Nur dank der Zusammenarbeit mit der BB, insbesondere der Fürsprache und teilweisen Risikoabdeckung, konnte der Kauf der Immobilie durch eine Finanzierung über die Harzsparkasse realisiert werden“, bestätigt Niesmann.
Mit Blick auf die gegenüber liegende Rosstrappe sitzen die Gäste des Berghotels auf „einer der schönsten Terrassen im Harz“, versichert Marina Kirmse. Fast eintausend Gästeplätze bietet die Ausflugslokalität. „Seit dem Kauf sind wir dabei, zu renovieren und zu modernisieren.“ Als erstes wurden Dächer erneuert, und die Gaststätte Berghütte erhielt eine neue Küche. Investiert wurde auch in den Brandschutz, um die behördlichen Auflagen zu erfüllen. Schritt für Schritt geht es weiter. Hexen geht nicht.
Das gilt auch für das Berghotel. Errichtet um die Mitte des 19. Jahrhunderts, ist hier außer einem neuzeitlichen Glaswindfang alles beim alten geblieben. Am beliebtesten sind die Gaststättenplätze in den mit Holz verkleideten Fensternischen. Von hier genießt man einen fantastischen Blick, bei guter Sicht bis zum Brocken.
Kleinen Gästen zeigt Restaurantleiterin Annett Dippe gern mal die Besenkammer der Hexen. „Wir halten die Legende aufrecht“, schmunzelt die Frau, die seit 1999 auf dem Hexentanzplatz ihren Arbeitsplatz hat. Offensichtlich gern. Die gute Stimmung spürt auch Hotelbesitzer Niesmann jedes Mal, wenn er herauf kommt: „Ich sehe, dass die Leute Spaß daran haben, hier zu arbeiten.“ Er weiß, dass er sich auf seine Leute vor Ort verlassen kann. Auch ohne Hexerei.