Sky Fly GmbH


Im Sprung ausgebremst

„Wir kommen wieder“, so steht es viele Male auf der Website von SkyFly, einem Trampolinpark in Magdeburg. Doch dieses Versprechen konnten im Corona-Jahr 2020 viele Freunde großer Sprünge nicht einlösen, weil die Einrichtung gleich zweimal über Monate hinweg wegen Corona schließen musste.

In normalen Zeiten locken die mehr als 80 Sprung-Attraktionen in der 2.600 Quadratmeter großen Halle im Magdeburger Florapark kleine und große Springmeister mit Begeisterung für Höhenflüge an. Kindergeburtstagsfeiern werden hier ebenso wie Firmenevents gebucht, Freizeitsportler und Profis kommen zum Trainieren. Einige Angebote von SkyFly sind im weiten Umkreis einmalig: So kann man auch „fliegend“ Basketball spielen, Saltos und Flickflack trainieren oder auf einem Ninja Parcours Fitness und Geschicklichkeit testen. 

Die Mittdreißiger Norman Heger, gelernter Einzelhandelskaufmann, und Fitness- und Gesundheitstrainer Heino Bögelsack, zuvor Leiter eines Trampolinparks in Berlin, hatten sich hier im November 2018 den Traum von der beruflichen Selbstständigkeit erfüllt. Das regional konkurrenzlose Freizeitangebot wurde von der ersten „Flugstunde“ an gut angenommen, die Besucherzahlen stiegen stetig und die Umsatzerwartung wurde gleich im ersten Jahr übertroffen. 

Januar bis Ende April und Oktober bis Dezember sind normalerweise die umsatzstärksten Monate. Doch fast in dieser gesamten Zeit mussten wegen der Corona-Pandemie die Türen geschlossen bleiben. Die Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Zwar bekam SkyFly staatliche Soforthilfen, berechnet am vorjährigen Umsatz, erzählt Bögelsack: „Unser Pech war: Wir hatten im Juni 2019 als Einstiegsangebot einen 50-Prozent-Rabatt auf die Eintrittspreise gewährt.“ 

Weil die Dauer der Pandemie und die Nachwirkungen auf den Geschäftsbetrieb nicht abzusehen waren, beschlossen sie, ihre Betriebsmittel aufstocken, um liquide zu bleiben. Ende März 2020 stellten sie über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken eine Anfrage bei der BB Sachsen-Anhalt. Man kannte sich bereits – die BB hatte die Startfinanzierung besichert und dabei die SkyFly-Gründer als solide Geschäftsleute erlebt. Die BB verbürgte deshalb auch den neuen Kontokorrentkredit der Hausbank. 
Einen Lockdown später, am Jahresende 2020, sind die beiden Unternehmer froh, dass sie rechtzeitig und mit Weitblick finanziell vorgesorgt haben. „Wir hatten schon beim ersten Lockdown im Frühjahr damit gerechnet, dass es noch einmal zur Schließung kommen könnte, und haben deshalb den Kreditrahmen gleich entsprechend höher angesetzt“, erzählt Bögelsack. „So steht noch Geld zur Verfügung, das wir möglichst nicht anzapfen möchten.“  

Ab Ende Mai 2020 hatten Sport- und Freizeiteinrichtungen wieder öffnen dürfen. SkyFly setzte strikt alle vorgeschriebenen Hygienevorschriften und Kontaktregeln um. Die Trampoline stehen jetzt, gemessen von Mitte zu Mitte der Sprungtücher, im Abstand von 2,60 Meter. So können sich Springer nicht zu nahe kommen. Anfangs hätten sich die Sprungfreunde mit ihren Besuchen noch etwas zurückgehalten, erzählt Bögelsack: „Da war noch ein bisschen Angst.“ Das habe sich dann aber bald geändert, und der Monat Oktober übertraf sogar die erwarteten Besucherzahlen: „Da war die Unsicherheit bei den Leuten ein bisschen weggegangen.“  

Doch kurz danach musste wieder geschlossen werden. Die Umsatzeinbußen werden 2020 – ohne Berücksichtigung staatlicher Hilfen – voraussichtlich bei 60 Prozent liegen. Die Geschäftsführer sind sich klar, dass ihre Branche auch zu den letzten gehören wird, die wieder öffnen dürfen. Für diesen unbekannten Tag ist die Halle sofort startbereit. Die SkyFly-Unternehmer bleiben optimistisch: „Trampolinspringen ist im Trend.“ Das bestätigen ihnen auch viele E-Mails und Facebook-Einträge mit der Botschaft: „Haltet durch“:  

Link zur Internetseite des Unternehmens


 






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