StoreWerk GmbH, Quedlinburg


Gut orientiert: Franchise-Unternehmer mit Passion für Outdoor-Sport

Beim Orientierungslauf wurden der Leipziger Kai Quandt und der Quedlinburger Göran Wendler Freunde und entdeckten ihr gemeinsames Interesse für Bergsteigen und Trekking. Da sich der Diplomingenieur und der Sportlehrer nach der politischen „Wende“ auch beruflich neu orientieren wollten, machten sie ihre Passion für Outdoor-Aktivitäten zum Beruf und stiegen 1995 mit ihrem Quedlinburger Fachgeschäft „bergwerk“ GbR in den Markt für Outdoor-Sportprodukte ein.

Dann kam eines Tages ein Anruf. „Wir wurden gefragt, ob wir Interesse hätten, einen Jack Wolfskin Store zu übernehmen“, erzählt Wendler. Und so wurden die beiden Sportgeschäftbesitzer im Jahr 2005 Franchise-Unternehmer.
Ihr Laden in einem großen Einkaufszentrum in Dessau-Roßlau bedeutete für sie eine neue Orientierung. „In Quedlinburg haben wir alles allein gemacht. Jetzt hatten wir in Dessau 200 Quadratmeter Verkaufsfläche, mussten Personal finden, Verträge mit dem Vermieter schließen, ganz andere finanzielle Überlegungen treffen“, blickt Wendler zurück: „Und wenn man selber nicht genügend finanziellen Background hat, braucht man Sicherheiten.“ Die kamen von der BB Sachsen-Anhalt, die Jahre zuvor bereits die Existenzgründung in Quedlinburg begleitet hatte.
Die BB verbürgte den Investitionskredit für die  Geschäftsausstattung in Dessau sowie Betriebsmittelkredite. Zwei Jahre später begleitete die BB die beiden Unternehmer bei der Eröffnung ihres zweiten Jack Wolfskin Store in Sachsen-Anhalts größter Stadt Halle, ebenfalls in bester innerstädtischer Lage.

„An den Store in Halle sind wir schon etwas entspannter herangegangen“, lächelt Wendler. Als Partner des nach eigenen Angaben größten Franchise-Gebers im deutschen Sportfachhandel profitieren sie von dem erfolgreichen Werbekonzept und hohen Bekanntheitsgrad der Marke mit der Tatze. „Aber beim Sortiment, das wir in unseren Läden führen, wählen wir als Inhaber selbst aus“, betont Wendler.  

Die beiden Unternehmer tragen natürlich selbst die Marke Jack Wolfskin, und das nicht nur im Laden. Als Sportler schwören sie auf die Qualität der Produkte, die sich preislich „im gehobenem Mittelfeld“, so Wendler, bewegen: „Wenn man sich draußen selbst in dieser Kleidung bewegt und ihre hervorragende Funktionalität spürt, kann man das natürlich dem Kunden besser `rüberbringen.“ Deshalb erwarten die Geschäftsführer auch von den Mitarbeitern, dass sie die Produkte des Hauses tragen und „voll hinter der Marke stehen“. In den zwei Jack Wolfskin-Stores sind insgesamt elf Verkäuferinnen und Verkäufer beschäftigt.

Quandt und Wendler haben die Entscheidung für die Franchise-Partnerschaft nicht bereut, auch wenn ihre freie Zeit fürs private Sportvergnügen noch begrenzter geworden ist. Dafür umso intensiver: Die beiden Mittvierziger gingen 2013 bei einem 32-Stunden-Extremrennen im Harz an den Start. Auch da kommt es auf die richtige Orientierung an.