Infobrief Aktuell

Dienstag, 07 Juli 2020

Infobrief 1/2020


Sehr geehrte Damen und Herren,

das 1. Halbjahr 2020 war für uns alle sehr turbulent und herausfordernd.
Sie und wir mussten uns in den letzten Monaten mit einer außergewöhnlichen Situation arrangieren.

Dennoch möchten wir es nicht versäumen, Sie in bewährter Art und Weise über die wichtigsten Themen zu informieren, mit denen wir uns im Hinblick auf die Förderung der Wirtschaft im Land beschäftigt haben.


Herzliche Grüße aus Magdeburg!

IHRE
Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH


Wolf-Dieter Schwab                   Heiko Paelecke


          Danksagung         
© toghrul - stock.adobe.com (Heißluftballon)


Gesellschafterversammlung der BB und MBG – neue Verwaltungsrats- und Aufsichtsratsvorsitzende

Das „Vor-Corona-Jahr“ 2019 war für BB und MBG ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit steigender Nachfrage nach Bürgschaften und Beteiligungen. Auf ihren Gesellschafterversammlungen am 17. Juni 2020 im Dorint Herrenkrug Parkhotel legten die Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und Heiko Paelecke vor den Vertretern der Gremien – unter Beachtung von Abstandswahrung – Rechenschaft ab.

Während die Corona-Krise Wirtschaft und Gesellschaft in diesem Frühjahr völlig unerwartet traf, stellten sich BB und MBG im vergangenen Geschäftsjahr den bekannten Herausforderungen wie Niedrigstzins, Brexit und globalen Handelskonflikten.

Da die Banken wieder stärker Sicherheiten gegen Kreditausfälle fordern, wuchs die Nachfrage nach Ausfall-bürgschaften. Das Neugeschäft der BB 2019 übertraf deutlich das Vorjahresniveau. Es stieg mit 164 neuen Engagements auf 51,5 Mio. Euro (2018: 44,9 Mio. Euro). Dabei verteilte sich das Neugeschäftsvolumen zu 39,4 % auf Genossenschaftsbanken, zu 30,5 % auf Sparkassen sowie zu 13,8 % auf Groß- und Privatbanken. Der verbleibende Anteil von 16,3 % entfällt auf die Schwestergesellschaft MBG.

Auch die MBG legte wie bereits im vorausgegangenen Jahr weiter zu. Sie übernahm weitere 24 stille Beteiligungen mit rd. 9,1 Mio. Euro (15 Stück, 8,4 Mio. Euro im Vorjahr). Erstmals ging die MBG auch eine offene Beteiligung ein. Hier wird bei wachsender Bekanntheit des neuen Angebots eine steigende Nachfrage erwartet. Zielgruppen sind junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotential sowie Unternehmen, bei denen die Übernahme von Gesellschaftsanteilen durch die MBG z. B. eine Betriebsübergabe bzw. Nachfolgeregelung unterstützen kann.

Außerdem genehmigte die MBG drei Beteiligungen mit insgesamt 120.000 Euro aus dem Mikromezzaninfonds-Deutschland.

Im Zuge ihres Förderauftrags für die mittelständische Wirtschaft in Sachsen-Anhalt haben BB und MBG im Geschäftsjahr 2019 Unternehmensinvestitionen im Umfang von rd. 88 Mio. Euro ermöglicht und ca. 2.600 Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert.

Corona-Krise wirft schwere Schatten voraus

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft werden sich in ihrem Gesamtausmaß erst in den kommenden Monaten vollständig zeigen. BB und MBG werden Unternehmen, die unverschuldet durch Pandemie-Ausfälle in Finanzschwierigkeiten geraten, ihrem Förderauftrag gemäß zur Seite stehen – den Regenschirm weiterhin nicht zuklappen. Allerdings müssen auch beide Förderinstitute mit einem deutlichen Forderungsanstieg der Hausbanken in Folge von Kreditausfällen rechnen, vor denen Bafin-Chef Felix Hufeld wiederholt gewarnt hat: „Die Krise ist noch nicht mit voller Wucht in den Bilanzen angekommen.“


Gremienvorsitzende neu gewählt

Turnusgemäß haben die Gesellschafter am 17. Juni 2020 ihre Vertreter für ihre Gremien neu gewählt.


Vorsitzender des Verwaltungsrates der BB:                          
Vorsitzender des Aufsichtsrates der MBG: 
Latz Markus Latz Markus
© privat © Foto Video Reinhard, Merseburg

Herr Markus Latz
Vorstandsvorsitzender der
Kreissparkasse Börde,
Oschersleben
Herr Jens Schmidt
Direktor, Leiter Betreuung Firmenkunden
Mitteldeutschland der UniCredit Bank AG,
Halle/Saale


Außerordentliche Hilfe in ungewöhnlicher Zeit

Uebersicht Corona Hilfen final

Die Corona-Krise gefährdet die wirtschaftliche Stabilität auch von bisher gesunden Unternehmen. Damit diese nicht unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten geraten, haben die Deutschen Bürgschaftsbanken ihre Fördermöglichkeiten für mittelständische Betriebe vorerst bis zum Jahresende erweitert. Gemeinsam mit den staatlichen Rückbürgen übernehmen sie noch mehr Risiko bei der Besicherung von Hausbankkrediten.

Die Mitgliedsinstitute im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) haben den möglichen Höchstbetrag von Bürgschaften im März auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt und können jetzt bis zu 90 Prozent des Kreditausfallrisikos übernehmen. Zugleich hat der Staat seine Rückbürgschaftsquote erhöht. Somit kann die BB z. B. für Überbrückungskredite der Hausbank von maximal 2,77 Mio. Euro eine 90-prozentige Sicherheit geben: für Betriebsmittel oder Investitionen.

90 Prozent sind jetzt auch bei der Express-Bürgschaft der BB, „BB EXPRESS, möglich. Deren Höchstgrenze wurde ebenfalls angehoben – auf 250.000 Euro und damit für Kredite bis zu 277.000 Euro. Ab 100.000 Euro Kreditbetrag muss ein Liquiditätsplan für die nächsten zwölf Monate eingereicht werden.

Von einer Express-Bürgschaft können auch Bestandsunternehmen profitieren, solange das Gesamtengagement der BB nicht 1,25 Mio. Euro überschreitet.

Die 90-prozentige Risikoübernahme ist auf eine Laufzeit von maximal zehn Jahren begrenzt. Bei einer Laufzeit bis sechs Jahren werden die Bürgschaften beihilfefrei auf Basis der „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ gewährt.
Bei Laufzeiten von mehr als sechs bis zehn Jahren findet die „Geänderte Bundesregelung für Kleinbeihilfen 2020“ Anwendung.

Zum Beitrag „Beihilferecht"


Wirtschaftliche Prüfung auf Vor-Corona-Stand

Bei mittelständischen Unternehmen und Freiberuflern, die nicht unter die neue Bundesregelung fallen, werden Investitions- oder Betriebsmittelkredite bis zu 80  Prozent besichert. Auch hier gelten die erhöhten Bürgschafts- obergrenzen, sodass aufgrund der geringeren Bürgschaftsquote die Kreditobergrenze auf 3,125 Mio. Euro bzw. 312.500 Euro bei "BB EXPRESS" steigt. Es gelten die üblichen Laufzeiten von acht Jahren für einen Kontokorrent/Aval-Kredit, 15 Jahren für eine Betriebsmittel- oder Investitionsdarlehen. Auch Bauvorhaben können zu 80 Prozent der Kredithöhe bis zu 23 Jahren besichert werden.

Bei allen Bürgschaftsanträgen erfolgt die Risikoprüfung der wirtschaftlichen Unterlagen auf Basis des Stichtages 31. Dezember 2019, sodass coronabedingte Entwicklungen berücksichtigt werden und sich nicht negativ auf die Bürgschaftsentscheidung auswirken.

Als weitere Unterstützung für die Wirtschaft im Land verzichtet die BB seit Mitte März auf das übliche Bearbeitungsentgelt bei Express-Bürgschaften.

Kommt zudem ein Unternehmen mit bestehendem Bürgschafts- oder Beteiligungsvertrag bei unseren Gesellschaften infolge der Corona-Krise in Schwierigkeiten, kann eine Laufzeitverlängerung oder Stundung der fälligen Provisionen bzw. Entgelte kostenfrei vereinbart werden.

Hier finden Sie die Übersicht unserer Programme zu Corona-Hilfen.
Weitere Informationen auch auf unserer Website www.bb-mbg.de.
Diesen Unternehmen wurde geholfen: Skyfly-Magdeburg und UPZ Sitech GmbH



Trotz gebremstem Höhenflug stehen Signale auf Weiterfahrt – wie zwei Unternehmen die Krise meistern

Diese Unternehmen stehen beispielhaft für Zuversicht in der Corona-Krise. Die Unterstützung der Bürgschaftsbank hilft schnell dabei.


skyfly collageSkyFly – Gebremster Höhenflug

Für kleine Flugschüler und große Springmeister: Im November 2018 eröffnete die SkyFly GmbH auf dem Gelände des Magdeburger Floraparks einen Trampolinpark mit 80 Sprung-Attraktionen auf 2.500 Quadratmetern. Das regional konkurrenzlose Freizeitangebot für Jung und Alt mit Sport und Gastronomie wurde vom Start an gut angenommen, die Besucherzahlen stiegen stetig. Die beiden Mittdreißiger Norman Heger und Heino Bögelsack hatten sich mit SkyFly den Traum einer eigenen beruflichen Existenz erfüllt.

Doch dann kam die Corona-Pandemie auch nach Magdeburg.
Im März 2020 musste der Trampolinpark aufgrund der Kontaktsperren schließen, viele Vorbuchungen und Reservierungen waren bereits storniert worden. Um zahlungsfähig zu bleiben und weil die Nachwirkungen auf den Geschäftsbetrieb noch nicht abzusehen sind, mussten die Unternehmer ihre Betriebsmittel aufstocken. Sie sprachen mit der Hausbank und stellten über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken unter finanzierungsportal.ermoeglicher.de eine Anfrage.


Die Hausbank stellte im April einen weiteren Kontokorrentkredit bereit, der von der BB mit einer 80-prozentigen Risikoübernahme abgesichert wird. Eine erste Bürgschaft hatte SkyFly bereits 2018 für die Startfinanzierung erhalten. Die Bereitstellung von Bürgschaft und Kredit verlief laut Norman Heger schnell und reibungslos.

Seit 28. Mai ist die Trampolinhalle wieder geöffnet. Nach anfänglich gutem Zuspruch ließ jedoch ein neuer Ausbruch des Virus in Magdeburg Anfang Juni die Besucherzahl schnell wieder sinken. „Die Menschen sind sehr vorsichtig geworden“, spürt Norman Heger. Dabei werden die geforderten Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften strikt umgesetzt. „Die Trampoline sind weit genug auseinander, so dass sich die Springer – auf jedem Trampolin nur einer – nicht näher als 1,50 Meter kommen“, erklärt der Unternehmer. In der Lounge wurden die Tische weit genug auseinander gerückt und in allen Bereichen wird regelmäßig desinfiziert. Eine Pflicht für einen Mund-Nasen-Schutz besteht aufgrund der Größe der Anlage nicht.

Wie das Jahr weiterverlaufen wird, können auch die SkyFly-Besitzer noch nicht absehen. Sie rechnen damit, „bis zu
50 Prozent Abstriche“ vom geplanten Jahresziel machen zu müssen. Geplante Investitionen müssen erst einmal zurückgestellt werden. Doch Norman Heger bewahrt Optimismus: „Trampolinspringen ist ein Trend. Und ich gehe davon aus, dass viele Familien in diesem Sommer nicht verreisen werden und sich nach Freizeitmöglichkeiten in ihrer Umgebung umschauen.“


skyfly-magdeburg.de


upz2UPZ Sitech GmbH – Signal steht auf Weiterfahrt

Ein klares „Jein“ ist die Antwort von Firmenchef Peter Zeranski auf die Frage, ob die UPZ Sitech GmbH von der Corona-Krise negativ betroffen war: Das Unternehmen in Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, das Sicherheitstechnik für Gleisbaustellen in ganz Europa entwickelt, produziert und montiert, musste als systemrelevanter Betrieb nicht in den Shutdown gehen. „Wir haben sogar Arbeit ohne Ende“, erklärt der Geschäftsführer. Aber, fügt er hinzu: „Es gab Probleme mit unseren Zulieferern für Zwischenprodukte, wegen Corona war es vor allem mit dem Stahl aus Italien schwierig.“ Deshalb musste er dann doch einen Teil der 124 Mitarbeiter, vor allem Werkstattpersonal, schweren Herzens zeitweise in Kurzarbeit schicken.

Seit Juni wird bei UPZ Sitech wieder voll gearbeitet und Peter Zeranski hofft, „dass sich die Lage bei den Zulieferern stabilisiert“ und es kein zweites Mal wegen Corona zum Stillstand kommen wird. Im Moment sieht es im Unternehmen sogar nach einem Rekordjahr aus, deshalb hat er bisher keinen Grund, das Jahresziel nach unten zu korrigieren.

Trotzdem blieb die wochenlange Lähmung der Wirtschaft im März und April nicht ohne Auswirkungen auf den Betrieb, in dem gerade zwei neue Investitionsvorhaben in beachtlichem Umfang anlaufen sollten. Wegen der ungewissen Entwicklung und mutmaßlichen zeitlichen Verzögerung der Projekte infolge der Corona-Krise musste der Unternehmer einen höheren finanziellen Aufwand einplanen und den Liquiditätsbedarf sicherstellen. Die Hausbank sagte den beantragten Kontokorrentkredit zu und nahm dafür die BB mit ins Boot. Bereits nach zwei Tagen kam die Zusage für eine
80-prozentige Express-Bürgschaft.

Die UPZ Sitech hat bei einigen Produkten – ihrem Hauptprodukt feste Absperrungen sowie bei Signaltechnik – ein Alleinstellungsmerkmal. Das Unternehmen besitzt eine eigene Entwicklungsabteilung und verfügt über sechs Patente. Eisenbahningenieur Peter Zeranski begann in den 1990er Jahren mit einem Ein-Mann-Betrieb, heute hat sich daraus eine Unternehmensgruppe entwickelt. Eine dauerhaft gesunde wirtschaftliche Basis ist ihm auch deshalb wichtig, weil er mit seiner Tochter bereits seine Nachfolge im Unternehmen abgesichert hat.

upz-gruppe.de



Höhere Besicherung schont Eigenkapital der Hausbank

  Nullgewichtung Präsentation


Die Null-Gewichtung staatlicher Rückbürgschaften entlastet die Eigenkapitalhinterlegung der Banken und Sparkassen für verbürgte Unternehmenskredite. Die aktuelle Erhöhung der Rückbürgschaften im Rahmen der Corona-Hilfen verstärkt diesen Entlastungseffekt.


Bürgschaften der BB sind jetzt bis zu 90 Prozent möglich, bei den Hausbanken verbleiben damit nur noch 10 Prozent Eigenrisiko – bisher 20 Prozent. Gleichzeitig haben Bund und Land ihre Rückbürgschaften erhöht: von zusammen bisher 70 auf 85 Prozent des Bürgschaftsbetrags.

Das schont das Eigenkapital der Banken! Nach dem Kreditrisiko-Standardansatz muss die Hausbank den verbürgten Kreditanteil mit 20 Prozent Eigenkapital unterlegen. Angesetzt wird dafür aber nur das Eigenrisiko der BB, wogegen der rückverbürgte staatliche Bürgschaftsanteil mit null Prozent bewertet werden kann.

Bisher ergab das eine erforderliche Unterlegung der Kreditsumme durch die Hausbank mit 6 Prozent. Die höhere Rückbürgschaftsquote führt dazu, dass sich dieser Wert auf nur noch 3 Prozent halbiert.

Hausbanken können sich jetzt bei der Besicherung neuer Unternehmenskredite durch die BB noch bis zum Jahresende den Spareffekt sichern. Die reduzierte Eigenkapitalunterlegung gilt dann für die gesamte Laufzeit einer vor dem Jahresende vereinbarten Bürgschaft – bis zu maximal 23 Jahren.

Zur Berechnung geben wir den Hausbanken in jeder Bürgschaftserklärung den staatlich rückverbürgten Anteil prozentual und absolut an.



Beihilferecht – was jetzt möglich und wichtig ist

BB Erkl. z. Beihilfen NEU finalDie neuen Möglichkeiten im europäischen Beihilferecht zur Entlastung der Wirtschaft in der gegenwärtigen pandemie- bedingten Krise verschaffen den Unternehmen und ihren Hausbanken einen größeren Förderspielraum. Doch es gibt Spielregeln zu beachten.

Mit dem befristeten Beihilferahmen („Temporary Framework“) der EU-Kommission, der am 19. März 2020 in Kraft getreten ist, sollen verbesserte staatliche Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise ermöglicht werden. Auf dieser Basis hat die Bundesregierung die „Bundesregelung Bürgschaften 2020“ sowie die „Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020“ erlassen. Beide erweitern – befristet bis zum Jahresende – die beihilferechtlichen Grundlagen und damit den Handlungsspielraum für die Gewährung von Bürgschaften ohne Beihilfewert. Die De-minimis-Verordnung und die AGFVO bleiben weiterhin anwendbar.

Die neuen Regelungen ermöglichen der BB unter bestimmten Voraussetzungen eine Risikoübernahme bis zu 90 Prozent des Hausbankkredits (siehe Beitrag: Außerordentliche Hilfe in ungewöhnlicher Zeit).

Diese kann allerdings nur für die ersten sechs Jahre der Bürgschaftslaufzeit als beihilfefreie Förderung gewährt werden. Die „Geänderte Bundesregelung für Kleinbeihilfen 2020“ ermöglicht hingegen Laufzeiten bis zu zehn Jahren, deckelt jedoch den Beihilfe-Höchstbetrag je Unternehmen auf max. 800.000 Euro (für Fischereisektor sowie Primärerzeugung landwirtschaftlicher Produkte gelten geringere Obergrenzen).

Bei Inanspruchnahme der Bundesregelungen muss der Unternehmer bzw. seine Hausbank zusammen mit dem Bürgschaftsantrag eine Erklärung zu Beihilfen (Link zur Erklärung) einreichen. Die bisherige Erklärung zu Beihilfen wurde um Angaben zu bereits erhaltenen oder beantragten Kleinbeihilfen ergänzt.

Die Ermittlung des optimalen Beihilferegimes übernehmen die Mitarbeiter/-innen von BB und MBG während des Antragsprozesses für die Unternehmen.



Digitale Bürgschaftserklärung

Nachfolgemonitor
©kentoh - stock.adobe.com


In der Zusammenarbeit von Bürgschaftsbanken und Finanzierungspartnern gewinnt der elektronische Dokumenten- austausch immer mehr an Bedeutung. Auch Bürgschaftsurkunden können in digitaler Form aufbewahrt werden. Das hat ein Rechtsgutachten kürzlich bestätigt.

Die BB wird die Bürgschaftsurkunde weiterhin in Papierform postalisch dem Kredit gebenden Institut zur Verfügung stellen. Die Hausbank kann diese Urkunde – wie bereits auch andere Dokumente – zum Verbleib scannen und ausschließlich elektronisch aufbewahren, wenn das ihren und den gesetzlichen Grundsätzen ordnungsgemäßer und revisionssicherer Buchführung entspricht und keine anderen Vereinbarungen z. B. mit dem Kreditnehmer bestehen.

Die BB wird das digitale Dokument auch bei einer Inanspruchnahme für einen Kreditausfall anerkennen
.

Die Rechtsgültigkeit ergibt sich auch aus den Allgemeinen Bürgschaftsbestimmungen (ABB Kredit), Punkt 4, wonach die Ausfallbürgschaft „mit Zugang der Bürgschaftserklärung – schriftlich oder in Textform – bei den Hausbanken … wirksam“ wird. Eine Originalurkunde in Papier wird ausdrücklich nicht vorausgesetzt.

Selbstverständlich muss sichergestellt sein, dass die elektronische Urkundenform mit der Papierurkunde inhaltlich und bildlich identisch ist, nicht manipuliert werden kann sowie während der Aufbewahrungsfrist jederzeit verfügbar und lesbar ist.

Die elektronische Urkundenarchivierung betrachten wir als einen weiteren Baustein für durchgängige elektronische Prozesse von der Antragstellung bis zur Abwicklung verbürgter Engagements.   



Personalien

Finanzierungsportal
 
© Mareen Kabelitz, Fotostudio Döring, Magdeburg (Verena Urban und Diana Wagner)


Mit dem Wechsel des Tätigkeitsbereichs von zwei Mitarbeiterinnen sowie mit einer Rückkehrerin gibt es auch in diesem Jahr wieder neue Ansprechpartner für unsere Partner.

Frau Verena Urban, zuvor beschäftigt im Sekretariat der BB, stärkt seit Jahresbeginn die Abteilung Rechnungswesen.

Anfang Juni konnten wir Frau Constanze Sugijanto für unser Haus zurückgewinnen. Die gelernte Bankkauffrau hatte bereits mehrere Jahre in verschiedenen Projekten der BB/MBG mitgearbeitet. Sie hat nun die Stelle der Geschäftsführungsassistenz/Sekretariat angetreten.

Ebenfalls zu Anfang Juni wechselte Frau Diana Wagner vom Bereich Abwicklung in die Öffentlichkeitsarbeit der BB/MBG.



BB und MBG – der Imagefilm

Die Arbeit der Bürgschaftsbank einfach erklärt





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