Pressemitteilungen BB & MBG

Dienstag, 03 Mai 2022

EXPRESS-Bürgschaft jetzt auch für Unternehmensübergaben

Schneller die Nachfolge regeln 

In ganz Sachsen-Anhalt suchen mittelständische Unternehmen dringend Nachfolger für die Fortführung der Betriebe nach dem altersbedingten Ausscheiden des bisherigen Gesellschafters. Das größte Problem ist dabei oft die Finanzierung des Kaufpreises oder Anteilserwerbs durch die potentiellen Erwerber. Die Kaufinteressenten verfügen in vielen Fällen weder über ausreichend Eigenkapital noch über die erforderlichen banküblichen Sicherheiten für einen Kredit. Erst eine Bürgschaft der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) macht den Zugang zu den benötigten Kreditmitteln und damit zum Gelingen der Unternehmensübergabe frei. 
 
Jetzt ist das auch sehr kurzfristig möglich: Mit dem Anfang Mai gestarteten neuen Programm BB EXPRESS „NACHFOLGE“ können Bürgschaften für kleinere Unternehmens- und Anteilsverkäufe im Gesamtfinanzierungsumfang von maximal 500.000 Euro innerhalb von fünf Bankarbeitstagen zugesagt werden.

„Unsere Expressbürgschaften ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte Übergabe des Betriebs an den oder die neuen Gesellschafter und sichern damit eine nahtlose Fortführung der Geschäftstätigkeit sowie den Erhalt der Arbeitsplätze“, erklärt BB-Geschäftsführer Heiko Paelecke. Die Bürgschaftszusage an die Hausbank erfolgt nach positiver Prüfung des Finanzierungsantrags in einem schlanken Verfahren. 
 
Bisher konnten die schnellen Bürgschaften des Programms BB EXPRESS nur für Investitionen, Betriebserweiterungen sowie Betriebsmittel in Anspruch genommen werden. Nachfolgen mit ihrer oft komplexen Finanzierung wurden mit dem klassischen Bürgschaftsprogramm der BB begleitet, das ein umfangreicheres Antrags- und Genehmigungsverfahren vorsieht. Größere Unternehmensübergaben werden auch weiterhin „klassisch“ besichert.
 
Dienstag, 03 Mai 2022

Mit Sicherheiten unsichere Zeiten überwinden

Die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) und ihre Schwestergesellschaft Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) haben auch im zweiten Coronajahr 2021 die mittelständische Wirtschaft im Land bei der Abfederung und Überwindung massiver Belastungen unterstützt. „BB und MBG geben Unternehmen Sicherheiten und Stabilität in unsicheren Zeiten“, betonten die Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und Heiko Paelecke im heutigen Bilanzpressegespräch. „Mit unseren Förderprogrammen und einer schnellen Antragsbearbeitung konnten wir Insolvenzen und damit auch den Verlust von Arbeitsplätzen verhindern helfen.“
 
Um Unternehmen in der Krise besser helfen zu können, wurden im Jahresverlauf 2020 die Bürg-schafts-, Garantie- und Beteiligungsprogramme in Abstimmung mit den staatlichen Rückbürgen den Erfordernissen der Krise angepasst und erweitert: Die Obergrenze von Bürgschaften wurde auf 2,5 Mio. Euro angehoben, mit Beteiligungskapital können außer Investitionen auch Betriebsmittel finanziert werden. Unter Verzicht auf die übliche Eigenkapitalparität kann das Beteiligungskapital höher sein als das im Unternehmen vorhandene wirtschaftliche Eigenkapital. Unternehmen können noch bis zum 30. April Anträge für diese Sonder-programme stellen. 
 
Bürgschaftsbank: Kreditversorgung in Krise und Starthilfe für Gründer
 
Die BB übernahm im Jahr 2021 Bürgschaften und Garantien für 117 Unternehmen vom Gastronomen über  den Handwerker  bis  zum  mittelständischen Industriebetrieb. Damit sicherte sie ihnen den Zugang zu Krediten und Beteiligungskapital von insgesamt rd. 51,5 Mio. Euro. Dieses Volumen liegt um zehn Prozent über dem Vorjahreswert und brachte der BB das beste Neugeschäft der vergangenen fünf Jahre. 
 
Bei ihrem Eigenprogramm BB EXPRESS hat die BB Anfang 2021 aufgrund der gestiegenen Nachfrage den maximal verbürgten Kreditbetrag auf 500.000 Euro verdoppelt. Mit diesem schlanken Programm – Bürgschaftszusagen innerhalb von drei Bankarbeitstagen – besicherte sie im Jahresverlauf die Kreditvergabe an 18 Unternehmen im Gesamtumfang von rund 4,1 Mio. Euro. Den Betrieben wurde damit zum Beispiel aus Liquiditätsengpässen geholfen, aber auch Investitionen ermöglicht. 
 
Neben den Finanzierungshilfen infolge der Corona-Krise begleitete die BB auch 27 Neu-gründungen und 35 Betriebsübernahmen. So konnten sich die Gründer und Nachfolger für ihren Start mit mehr als 26,6 Mio. Euro Kreditvolumen versorgen. 
 
Insgesamt wurden mit den Risikoübernahmen der BB im vergangenen Jahr 3.421 Arbeitsplätze im Land vor dem Verlust gerettet oder neu geschaffen.
 
MBG: Beteiligungskapital gegen Eigenkapitalverzehr 
 
Die Corona-Krise hat das Eigenkapital vieler Unternehmen reduziert, die damit Verluste ausgleichen mussten. Im zweiten Halbjahr 2021 stieg die Nachfrage nach den stillen Beteiligungen der MBG stark an. Sie zählen in der Bilanz als wirtschaftliches Eigenkapital. „Nachdem die Unternehmen im ersten Corona-Jahr vor allem staatliche Soforthilfen zum Überleben in der Krise genutzt haben, denken sie jetzt auch wieder vorsorgend voraus“, sagte Schwab: „Sie füllen den aufgezehrten Puffer an betrieblichen Eigenmitteln auf.“
 
Die MBG hat im vergangenen Jahr 19 stille Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen in ei-nem Gesamtumfang von gut 6,7 Millionen Euro übernommen, neben der Industrie vor allem im Einzelhandel und im Hotel- und Gaststättensektor. Im Jahr 2020 waren es dagegen nur fünf neue Beteiligungen. 
 
„Mit Beteiligungskapital sichern sich Unternehmen eine solide Finanzierungsstruktur, auf deren Basis sie handlungsfähig bleiben oder wieder werden“, erklärte Geschäftsführer Schwab. Denn sie erhalten sofort Liquidität und stärken nachhaltig ihr wirtschaftliches Eigenkapital und damit ihre Kreditwürdigkeit. 
 
Digitalisierung der Geschäftsabläufe voran getrieben 
 
Unternehmen und ihre Hausbanken und Steuerberater nutzen für Finanzierungsanfragen immer öfter digitale Wege. Das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken www.ermoeglicher.de ist dafür rund um die Uhr geöffnet. „Jedem potentiellen Kunden und Vermittler, der online zu uns kommt, bieten wir eine persönliche Beratung zum geplanten Vorhaben an“, betonte Geschäftsführer Paelecke: „Auch bei kleinen Finanzierungen gibt es bei uns keine maschinelle Bürgschaftsentscheidung, sondern eine individuelle Finanzierungslösung.“ So kann eine ausgewogene Finanzierungsstruktur gemeinsam mit den Bankenpartnern erarbeitet werden. 
 
Auch im eigenen Haus liegt ein Schwerpunkt auf der Verschlankung von Prozessen unter Nutzung der Digitalisierung. Z. B. wurde im vergangenen Jahr die elektronische Akte für Neukunden eingeführt, mit der die gesamte Geschäftsbeziehung mit allen Dokumenten papierfrei dokumentiert wird. 
 
„Das ist ein weiterer Schritt auf unserem schon früh begonnenen Weg, Unternehmen und ihre Hausbanken neben einer schnellen und umfassenden Betreuung auch eine möglichst einfache Abwicklung des Geschäfts anzubieten“, erklärte Paelecke. So nutzt die BB mit Banken und Sparkassen ein digitales Dienstleistungsportal, um elektronische Dokumente auszutauschen und zum Beispiel Express-Bürgschaften ausschließlich online zu beantragen. 
 
Ausblick 2022
 
Das neue Geschäftsjahr zeigt eine gestiegene hohe Nachfrage nach den Finanzierungshilfen von BB und MBG. Im 1. Quartal 2022 übernahm die BB 26 weitere Bürgschaften und ermöglichte damit den Unternehmen einen Kreditzugang im Gesamtumfang von insgesamt rd. 14,3 Mio. Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021 hat sich damit die verbürgte Kreditsumme mehr als verdoppelt (2021: 6,1 Mio. Euro). 
 
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine lähmt die erhoffte Konjunkturbelebung in der deutschen Wirtschaft. Viele mittelständische Unternehmen spüren die wirtschaftlichen Auswirkungen von Kriegshandlungen oder Sanktionen durch Umsatz- und Produktionsausfälle sowie drastisch gestiegene Energie- und Rohstoffpreise. Für solche unmittelbar von der Ukraine-Krise betroffenen Unternehmen haben Bund und Länder die Bürgschaftsprogramme erneut ausgeweitet und den Bürgschaftshöchstbetrag auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Damit gilt die bereits in der Corona-Krise erweiterte Förderung auch nach Auslaufen des Pandemie-Sonderprogramms weiter.


Montag, 27 Dezember 2021

Booster für geschwächtes Eigenkapital

Sachsen-Anhalts Unternehmen haben im zweiten Corona-Jahr 2021 begonnen, ihren in der Krise geschrumpften Puffer an eigenen finanziellen Mitteln wieder aufzufüllen.
Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) stellte im Jahresverlauf insgesamt mehr als 7,16 Mio. Euro Beteiligungskapital für 19 kleine und mittlere Unternehmen im Land bereit. Das Kapital aus den typisch stillen Beteiligungen zählt in der Bilanz als wirtschaftliches Eigenkapital.
Damit wurde wieder an das Vor-Corona-Niveau angeknüpft, nachdem im Jahr 2020 lediglich fünf MBG-Beteiligungen verbucht worden waren. „Während Unternehmer im ersten Corona-Jahr und noch bis Mitte 2021 vor allem die staatlichen Soforthilfen zur unmittelbaren finanziellen Abfederung von Betriebsschließungen und Umsatzausfällen genutzt haben, denken sie jetzt wieder voraus und sorgen vor: Sie “boostern“ den Bestand an betrieblichem Eigenkapital auf, das sie zum Erhalt der Zahlungsfähigkeit teilweise beträchtlich aufzehren mussten“, sagt MBG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab. „Beteiligungskapital der MBG versorgt die mittelständischen Unternehmen im Land mit sofortiger Liquidität und stärkt langfristig ihren finanziellen Spielraum, um in Zukunft auch wieder in den Ausbau ihrer Geschäftsfelder investieren zu können, zum Beispiel auch in den Online-Handel.
Zudem verbessert eine hohe Eigenkapitalquote die Kreditwürdigkeit und ermöglicht damit den Banken, einem Unternehmen günstigere Darlehenskonditionen zu geben.
Als Teil des Corona-Hilfspakets hat die Bundesregierung den Zugang zu Beteiligungs-kapital für die mittelständische Wirtschaft erleichtert und erweitert: Damit kann die MBG auch höhere Beteiligungen von bis zu 2,5 Mio. Euro unter verbesserten Rahmenbedingungen eingehen und damit außer Investitionen auch Betriebsmittel finanzieren. Das Sonderprogramm ist inzwischen bis Ende April 2022 verlängert worden, bis dahin können Beteiligungsanträge gestellt werden. 
Geschäftsführer Schwab geht davon aus, dass in den kommenden Monaten immer mehr Unternehmen ihr Eigenkapital aufstocken wollen: „Besser durch die noch anhaltende Krise kommt, wer sich einen belastbaren Kapitalpuffer aufbaut und somit seine finanzielle Stabilität festigt.“  

Hintergrund:
Als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft bietet die MBG Sachsen-Anhalt mittelstandsfreundliche Beteiligungsmodelle an. Durch die langfristige Bereitstellung von Beteiligungskapital – meistens in Form von eigenkapitalähnlichen typisch stillen Beteiligungen – verbessert sie die Bilanzrelation von mittelständischen Unternehmen und Existenzgründern. 

Dabei nimmt sie keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft ihrer Beteiligungsnehmer. Die MBG arbeitet vor Ort eng mit ihrer Schwestergesellschaft, der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH (BB), zusammen, die unter anderem die Garantien für die MBG-Beteiligungen stellt.

24/7 für Sie erreichbar unter: finanzierungsportal.ermoeglicher.de

pdfPI MBG Jahresergebnis 2021
Montag, 13 September 2021

30 Jahre Bürgschaftsbanken in den neuen Bundesländern

Investitionen von 33 Milliarden Euro zwischen Ostsee und Erzgebirge ermöglicht
 
Am 7. September 2021 feierten die sechs Bürgschaftsbanken in den neuen Bundesländern ihr 30-jähriges Bestehen.
Mit ihrer Hilfe konnten in dieser Zeit über 46.000 kleine und mittlere Unternehmen mehr als 33 Milliarden Euro zwischen Ostsee und Erzgebirge investieren und 250.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Mit der politischen Wende vor mehr als 30 Jahren begann auch die Reise von der Plan- in die Marktwirtschaft. Eine Reise, die die Bürgschaftsbanken aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen von Beginn an mit Mut zum Risiko begleitet haben.
 
AUFBAU MITTELSTÄNDISCHER WIRTSCHAFTSSTRUKTUREN
 
Bürgschaftsbanken wenden sich gezielt den Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen zu. Angesichts der Bedeutung der Bürgschaftsbanken als Teil der Wirtschaftsförderung in den neuen Bundesländern erklärt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die ostdeutschen Bürgschaftsbanken haben einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau mittelständischer Wirtschaftsstrukturen in den neuen Ländern geleistet. Sie waren und sind eine unerlässliche Stütze für viele Existenzgründungen, wie auch für Unternehmen, die Wachstum finanzieren wollen.“
 
BEWÄHRTES MITTEL
 
30 Jahre Bürgschaftsbanken stehen für 46.000 kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, eine Million gesicherter oder neu geschaffener Arbeitsplätze und Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Euro, die durch die verbürgten Kredite ermöglicht wurden.
Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, unterstreicht: „Seit 30 Jahren leisten Bürgschaftsbanken einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung dieser Unternehmen. Bürgschaften sind ein bewährtes Mittel – schnell, pragmatisch und unternehmensorientiert.“
 
REDUZIERTES RISIKO FÜR HAUSBANKEN
 
Bürgschaftsbanken gibt es in allen Bundesländern. Sie helfen Existenzgründern und bestehenden Betrieben, Kredite für ihre Vorhaben zu bekommen, auch wenn sie keine oder zu wenige bankübliche Sicherheiten – wie etwa Immobilien, Lebensversicherungen u. ä. – stellen können. Denn mit ihren Ausfallbürgschaften reduziert die Bürgschaftsbank das Risiko der Hausbank auf ein Fünftel.
 
Mit der Übernahme einer Bürgschaft signalisiert sie der Hausbank zudem, dass sie das Vorhaben des Unternehmens für erfolgversprechend hält. Bürgschaften gibt es für alle Branchen und nahezu jedes unternehmerische Vorhaben.
 
WICHTIGER UND AKTIVER BESTANDTEIL DER WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 
DIHK-Präsident Peter Adrian betont: „Bürgschaftsbanken sind ein wichtiger und aktiver Bestandteil der Wirtschaftsförderung für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. Dies gilt insbesondere angesichts der anstehenden Herausforderungen durch demografischen Wandel, Digitalisierung und Dekarbonisierung.“ Gesellschafter sind neben allen Kammern eines Bundeslandes, diverse Verbände und die drei Kreditinstitutsgruppen. Bürgschaftsbanken stellen mit Hilfe umfangreicher und effizienter Rückbürgschaftserklärungen des Bundes und der Länder einen äußerst wichtigen Bestandteil der Finanzierung für den Mittelstand in Deutschland dar.
 
GEWACHSENES VERTRAUEN
 
„Bürgschaftsbanken begleiten Handwerksbetriebe seit vielen Jahren und sorgen dafür, dass sie auch bei fehlenden Sicherheiten Zugang zu Krediten erhalten“, sagt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. „Auf dieser Basis ist das Vertrauen zwischen Handwerk und Bürgschaftsbanken über die vielen Jahre gewachsen und das gute Verhältnis hat sich bewährt. Das ist ein sehr gutes Fundament für all die in der Zukunft absehbaren Finanzierungsnotwendigkeiten: Die ergeben sich nicht nur aus der wachsenden Zahl anstehender Betriebsübergaben in Ostdeutschland, sondern auch aus den erforderlichen großen Anpassungen, vor denen Handwerksbetriebe in den nächsten Jahren durch den demographischen Wandel sowie Digitalisierung und Klimaschutz stehen und die entsprechend finanzierte große Investitionen erforderlich machen werden.“
 
NACHWENDEGRÜNDER SUCHEN NACHFOLGER, AUCH IN SACHSEN-ANHALT
 
Da nun die Nachwendegeneration ihre Betriebe in andere Hände übergibt, kommt den Bürgschaftsbanken in diesem Bereich eine besondere Rolle zu, da der Übergang meist sehr emotional und komplex sein kann. „Um die enorme Aufbauleistung der Unternehmer in der Wendezeit nicht zu gefährden, haben wir als Bürgschaftsbank eine besondere Verantwortung. Daher legen wir sehr viel Wert darauf, die Finanzierung sinnvoll zu strukturieren.“, sagt Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen- Anhalt.
 
PATENSCHAFTEN FÜR NEUE LÄNDER
 
Im April 1990 konstituierte sich eine Arbeitsgruppe, die ein Konzept entwickeln sollte zur
„Gründung von Bürgschaftseinrichtungen im Beitrittsgebiet der DDR“. Ein Arbeitstitel, denn damals wusste niemand, ob es nur eine Bürgschaftsbank, beispielsweise in Berlin, oder mehrere geben sollte. Die DDR mit ihren damals 16 Millionen Einwohnern war vergleichbar mit dem 17 Millionen-Einwohner-Bundesland Nordrhein-Westfalen, das eine Bürgschaftsbank hatte.
 
Schnell zeichnete sich jedoch die Länderorganisation für die ehemalige DDR ab und es wurde entschieden, es den alten Bundesländern gleich zu tun. Das Konzept „eine Bürgschaftsbank je Bundesland“ stand im August 1990.
 
Innerhalb von vier Monaten wurden 15 Millionen D-Mark Eigenkapital bei Banken und Versicherungen gesammelt und entsprechende Gespräche mit dem Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen geführt. Dann wurden sogenannte Patenschaften gebildet, in denen ein oder zwei alte Bundesländer die Unterstützungsleistung für ein neues Bundesland übernahmen – bis zum Eintrag in das Handelsregister im Jahr 1991.

pdfPI 30 Jahre BB in den neuen Bundesländern
Mittwoch, 21 April 2021

Sicherung der Kreditversorgung für Unternehmen in der Pandemie

Der Geschäftsverlauf der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) wurde im Jahr 2020 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die mittelständische Wirtschaft im Land geprägt.
Fast jedes vierte Unternehmen im Bestand war von Schließungen, Umsatzausfällen, Lieferproblemen betroffen und nahm Finanzierungshilfen der beiden Fördereinrichtungen in Anspruch.

„In dieser Krise haben BB und MBG erneut beweisen können, dass wir den Schirm nicht zuklappen, wenn es heftiger regnet“, sagt Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab. „Als Selbsthilfeeinrichtungen des Mittelstandes haben wir dazu beitragen, dass sich Unternehmen, die unverschuldet in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind, weiterhin mit Liquidität versorgen und ihr Eigenkapital stärken konnten.“

Verwaltungsratsvorsitzender Markus Latz bedankte sich bei den 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „für die außerordentliche Einsatzbereitschaft unter plötzlich neu zu organisierenden Arbeitsbedingungen. In dieser beispiellosen Situation übernahmen Sie sofort die Rolle eines Krisenhelfers, beantworteten die Anfragen verunsicherter und besorgter Unternehmen und konnten mit einer schnellen Antragsbearbeitung bei der Sicherstellung der Kreditversorgung helfen.“

In Zusammenarbeit mit den staatlichen Rückbürgen von Bund und Land wurden die Bürgschafts-, Garantie- und Beteiligungsprogramme entsprechend den Erfordernissen der Krise erweitert – vorerst bis zum 31. Dezember 2021.

Bürgschaftsbank: Liquiditätshilfen und Unterstützung von Gründungen

Ein großer Teil der Bürgschaftsanträge, deren Zahl im Vergleich zu 2019 leicht anstieg, stand im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Mit ihrer Risikoübernahme ermöglichte die BB kleinen und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu Krediten, mit denen sie ihre Liquidität sichern, ungeplante Zusatzkosten für Hygienemaßnahmen abdecken sowie in digitale und technische Infrastruktur investieren konnten.

Seit März 2020 hat die BB die Höchstgrenze für ihre Ausfallbürgschaften auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Bei pandemiebedingt unverschuldet in Not geratenen Unternehmen übernimmt sie ein Ausfallrisiko für bis zu 90 Prozent des Kreditbetrags. Weil zugleich die Nachfrage nach kurzfristigen Bürgschaften gestiegen ist, hat die BB in Ergänzung zu den bundesweiten Programmen auch die Obergrenze ihrer Express-Bürgschaft erhöht. So können Unternehmen seit Januar innerhalb von drei Tagen einen mit „BB EXPRESS“ besicherten Kredit bis maximal 500.000 Euro erhalten.

Bis zum Jahresende übernahm die BB 154 neue Bürgschaften und Garantien, das entspricht etwa dem Vorjahresniveau. Die Summe des besicherten Kredit- und Beteiligungsvolumens betrug 46,8 Mio. Euro und blieb damit unter dem Vorjahr (rd. 51,4 Mio. Euro), weil die höhervolumigen Beteiligungsgarantien für die MBG weniger nachgefragt wurden. Neben den Finanzierungshilfen infolge des Lockdowns ermöglichte die BB auch 27 Existenzgründungen und 40 Unternehmensnachfolgen. 2.447 Arbeitsplätze wurden gesichert und neu geschaffen.

Außerdem konnten Unternehmen, die aufgrund der Corona-Beschränkungen in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind, eine Tilgungsaussetzung oder Stundung der Provisionen für ihre Bürgschafts- und Garantieverträge vereinbaren. Die Zahl der Insolvenzen war 2020 niedriger – auch bedingt durch die Aussetzung der Antragspflicht.

MBG: Beteiligungskapital gegen Eigenkapitalverzehr

Die Corona-Krise zehrt in vielen Unternehmen Eigenkapital auf. Zur Aufstockung dieses Kapitalpuffers haben Bund und Länder im Oktober im Rahmen ihrer Rückgarantieerklärungen und mit erhöhten Haftungsübernahmen den Zugang zu Beteiligungskapital erleichtert und erweitert: Damit kann die MBG ihre typisch stillen Beteiligungen bis zu 2,5 Mio. Euro ohne separate Zustimmung des Bundes übernehmen sowie mit ihrem Beteiligungskapital auch Betriebsmittel finanzieren. Unter Verzicht auf die bisher vorausgesetzte Eigenkapitalparität kann das Beteiligungskapital in geeigneten Fällen höher sein als das im Unternehmen vorhandene wirtschaftliche Eigenkapital. Diese Regelungen gelten ebenfalls temporär bis vorerst 31. Dezember und für Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind.

Im ersten Corona-Jahr haben die mittelständischen Unternehmer im Land die Aufnahme von Beteiligungskapital erwartungsgemäß nur eingeschränkt zur Krisenbewältigung genutzt. Die MBG übernahm fünf stille Beteiligungen (2019: 24) mit zusammen 1,07 Mio. Euro, die von den Unternehmen zur Betriebserweiterung bzw. -verlagerung sowie für zwei Auftragsvorfinanzierungen in Anspruch genommen wurden. Hinzu kommt eine Beteiligung aus dem Mikromezzaninfonds Deutschland mit 50.000 Euro. Weitere Anträge, die erst kurz vor dem Jahresende hinzu kamen, wurden im Jahr 2021 positiv entschieden.

„Wer einen ausreichenden Kapitalpuffer aufgebaut hat, wird besser durch diese unberechenbare Krise kommen“, betont Geschäftsführer Heiko Paelecke: „Mit Beteiligungskapital der MBG stärkt das Unternehmen sein wirtschaftliches Eigenkapital und erhält zugleich sofort Liquidität.  Eine Kombination von Kredit- und Beteiligungsfinanzierung ist oft der Schlüssel zu einer stabilen Bilanz, auch in Krisenzeiten.“

Digitalisierung der Geschäftsabläufe vorangetrieben

BB und MBG haben ihre Geschäftsprozesse und die Kundenkontakte an die coronabedingten Einschränkungen angepasst, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Ausbruch der Pandemie im Homeoffice tätig. Zudem nutzten die Unternehmen, Banken und Kooperationspartner seit dem vergangenen Jahr für ihre Anfragen in steigendem Maße das digitale Finanzierungsportal der Deutschen Bürgschaftsbanken unter ermoeglicher.de.

Die BB als Selbsthilfeeinrichtung der mittelständischen Wirtschaft wird getragen von Kammern, Kredit- und Versicherungswirtschaft. Als neue Anteilseigner sind die Volksbank Halle (Saale) und die Volksbank Dessau-Anhalt hinzugekommen, sie haben im Oktober 2020 die Geschäftsanteile der DSK Hyp AG (ehemals SEB) übernommen.

Die vollständige Pressemitteilung und weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemappe.

pdfPressemappe 2021

Montag, 18 Januar 2021

BB erweitert schnelles Bürgschaftsprogramm / Wirtschaftshilfe in der Pandemie

Per Bürgschafts-Express bis zu 500.000 Euro Kredit

Mit ihrer Risikoübernahme für Kreditausfälle hilft die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt der mittelständischen Wirtschaft in Sachsen-Anhalt, die massiven Belastungen infolge der Corona-Pandemie abzufedern. Im vergangenen Jahr haben die Bürgschaften der BB die Kreditversorgung der Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise zusätzliches Geld benötigten, mit insgesamt rd. 35 Millionen Euro ermöglicht. Die Betriebe in Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor investierten zum Beispiel in Hygienemaßnahmen und in die Umrüstung auf elektronische Betriebsabläufe oder sie versorgten sich im Lockdown mit ausreichend Liquidität. Damit trug die BB auch zur Sicherung von rund 1.500 Arbeitsplätzen in den Unternehmen bei.

Die Pandemie und ihre Folgen werden die Wirtschaft auch noch in den kommenden Monaten vor schwere Herausforderungen stellen. Damit die Unternehmen ihre benötigten Finanzierungsmittel zügig von ihren Hausbanken erhalten können, hat die BB ihr Programm für Express-Bürgschaften seit Jahresbeginn nochmals erweitert: Über ein vereinfachtes elektronisches Antragsverfahren können Neu-Kredite jetzt bis zu maximal 500.000 Euro innerhalb von nur drei Bankarbeitstagen zugesagt werden.

Damit verdoppelt sich die mit dem „Bürgschafts-Express“ mögliche Kredithöhe gegenüber dem Stand vor der Pandemie. Im März 2020 war sie im ersten Schritt bereits auf 312.500 Euro erhöht worden. Größere Darlehen werden weiterhin über das klassische Bürgschaftsprogramm besichert, bestehende Engagements können aber mit einer Express-Bürgschaft ergänzt werden.

„Mit ihren verschiedenen Programmen hat die BB im vergangenen Jahr coronabedingt vergebene Hausbankdarlehen mit einem Durchschnittsbetrag von 330.000 Euro verbürgt. Die nochmals höher gesetzte Obergrenze für BB EXPRESS folgt also dem aktuellen Bedarf und ermöglicht jetzt noch mehr Unternehmen, sehr kurzfristig ihren Finanzierungsbedarf zu decken“, erklärt Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der BB Sachsen-Anhalt.

Die BB übernimmt bei der Express-Bürgschaft ein Ausfallrisiko gegenüber der Hausbank von regelmäßig bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags. Bis zu 90 Prozent sind möglich bei einer Kreditlaufzeit von bis zu 6 Jahren. Das erweiterte Programm ist vorläufig befristet bis zum 30. Juni 2021.

pdfErhöhung Expressbürgschaft

Dienstag, 01 Dezember 2020

Gestärkt durch die Krise kommen

Verbesserte Eigenkapitalhilfe unterstützt den Mittelstand in Sachsen-Anhalt

Umsatzverluste und Schließungen infolge der Corona-Pandemie haben das Eigenkapital vieler Unternehmen aufgezehrt. Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) kann kleinen und mittelständischen Betrieben im Land jetzt mit ihren stillen Beteiligungen noch umfassender und schneller bei der Aufstockung dieses Kapitalpuffers helfen. Dafür haben das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Kooperation mit den Ministerien der Bundesländer erhebliche Erleichterungen im Rahmen der Rückgarantieerklärungen beschlossen, damit die mittelständischen Unternehmen mit Hilfe von typisch stillen Beteiligungen durch die Krise kommen.

„Mit diesen Maßnahmen unterstützen wir insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir stärken das Eigenkapital des Mittelstands. Das ist ein kluges Instrument, das in der Krise genau an der richtigen Stelle hilft. Die Unterstützung kommt bis zu 1000 Unternehmen und ihren Beschäftigten zugute. Das ist ein weiterer wichtiger Beitrag, damit wir gut durch diese Krise kommen“, erklärte Bundesfinanzminister Olaf Scholz.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ergänzte: „Wir lassen unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten in dieser ernsten Krise nicht allein und erweitern nochmals unser Unterstützungsangebot. Wir stärken mit den nun geeinten Maßnahmen gezielt die Eigenkapitalbasis unserer Mittelständler. Das ist eine sehr wichtige Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen, die neben den umfassenden Liquiditätshilfen der Bundesregierung steht, die wir in den vergangenen Monaten bereits beschlossen haben.“

Mit der neuen Rückgarantieerklärung von Bund und Land, die der MBG den Handlungsrahmen vorgibt, werden temporär die Finanzierung von Betriebsmitteln sowie die Kombination mit den KfW-Schnellkrediten ermöglicht. Ergänzend werden durch die Delegation der Entscheidungsbefugnis von Beteiligungssummen bis zu 2,5 Mio. EURO vom Bund auf die Landesministerien die Entscheidungsprozesse deutlich beschleunigt.

Gleichzeitig entfällt die bei der Vergabe von Beteiligungskapital geforderte Eigenkapitalparität, die für schwächer kapitalisierte Unternehmen oftmals eine schwer überwindbare Hürde darstellt.

„Wir begrüßen die Entscheidung des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt, mit der wir noch schneller und wirksamer unseren mittelständischen Unternehmen in Sachsen-Anhalt durch die Krise helfen können“, sagte Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der MBG Sachsen-Anhalt. „Spätestens mit den Jahresabschlüssen 2020 wird in vielen Unternehmen der geschrumpfte Puffer an Eigenkapital sichtbar werden, der für den Erhalt der Liquidität aufgebraucht werden musste. Eine Kombination von Kredit- und Beteiligungsfinanzierung kann dann der Schlüssel zu ausgewogenen bilanziellen Verhältnissen sein.“

pdfVereinfachter Beteiligungszugang
Dienstag, 13 Oktober 2020

Neue Gesellschafter der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt

Die Volksbank Dessau-Anhalt eG und die Volksbank Halle (Saale) eG haben die bisherigen Geschäftsanteile der DSK Hyp AG (ehemals SEB) an der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH (BB) übernommen. Das wurde am 12.10.2020 notariell beurkundet. Mit dem 1. November 2020 gehen die Geschäftsanteile mit allen Rechten und Pflichten auf die Volksbanken über.

Die Volksbank Dessau-Anhalt und die Volksbank Halle (Saale) übernehmen die bisherigen DSK-Anteile zu jeweils gleichen Teilen.

„Mit den beiden Volksbanken werden jetzt zwei langjährige, regional verankerte Finanzierungspartner der BB auch zu Gesellschaftern – und damit zu strategischen Partnern bei der Weiterentwicklung der BB“, sagte ihr Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und dankte gleichzeitig den Volksbanken für den Vertrauensbeweis.

Sascha Gläßer, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Halle (Saale) eG, freut sich auf die kommende Zusammenarbeit und und die damit verbundenen Chancen für den Mittelstand: „Als Regionalbank sind wir traditionell dem Mittelstand in besonderer Weise verbunden. Wir freuen uns sehr, zukünftig als Gesellschafter der Bürgschaftsbank die bisherige Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und auch weiter zu entwickeln, um dadurch über das bisherige Maß hinaus den Mittelstand in seiner regionalen Wertschöpfung zu unterstützen“, so Sascha Gläßer.

Steffen Schneider, Vorstand der Volksbank Dessau–Anhalt eG, ergänzt: „Gerade in der jetzigen Situation zeigt sich die Bedeutung der Bürgschaftsbank als Selbsthilfeeinrichtung der mittelständischen Wirtschaft. Bei vielen Unternehmen steht in den nächsten Jahren die Nachfolge an. Hierbei sowie bei weiteren Finanzierungsfragen ist die Bürgschaftsbank schon jetzt ein wichtiger und zuverlässiger Partner. Die Beteiligung sehen wir als Stärkung unserer Partnerschaft an.“

pdfGesellschafterwechsel BB
Samstag, 26 September 2020

Angespannte Lage im deutschen Mittelstand – Eigentümer übergeben ihre Unternehmen immer später

Die Lage der Unternehmensübergabe im deutschen Mittelstand ist weiterhin brisant, wenn man bedenkt, dass 99 % der deutschen Betriebe ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind und somit viele Arbeitsplätze durch fehlende Nachfolgeregelungen gefährdet werden. Um derartige Entwicklungen zu vermeiden ist eine ausführliche Beratung und Planung essenziell.

Für den zweiten gemeinsamen vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken, der Creditreform Rating und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management erstellten „Nachfolgemonitor“ wurden bundesweit knapp 7.400 Übernahmen aus den Jahren 2013 bis 2019 untersucht.

Nachfolgebegleitung der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt

Die Anzahl von Firmenübernahmen im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stieg im vergangenen Jahr weiter an. 2019 hat die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt 47 Übernahmen (Vj. 26 Übernahmen) mit einem Kreditvolumen von 16 Mio. Euro (Vj. 12 Mio.) genehmigt. Somit gingen 64 % (Vj. 57 %) der Gründungsförderungen der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt in Unternehmensnachfolgen, nur 36 % (Vj. 43 %) in Neugründungen. Der demografische Wandel spiegelt sich somit auch in den Fallzahlen wieder. Bedenklich ist allerdings das bundesweit weiter ansteigende Durchschnittsalter der Übergebenden von 61 auf 62 Jahre, insbesondere vor dem Hintergrund der ungünstigen Altersstruktur in Sachsen-Anhalt mit dem bundesweit höchsten Durchschnittsalter.

Sologründungen gegenüber Teamgründungen bevorzugt

In diesem Jahr wurde im Nachfolgemonitor erstmalig das Verhältnis von Solo- und Teamgründungen untersucht. Bundesweit haben sich zwischen 2013 und 2019 über 82 % für eine Sologründung bei der Nachfolge entschieden. Lediglich knapp 15 % der Gründungen erfolgt durch zwei Personen und nur knapp 3 % führen ein Unternehmen zu dritt oder in noch größeren Teams fort. Erfolgt die Nachfolge als Team, handelt es sich bei einem Drittel der Teams um gemischte Teams, in rund 60 % um reine Männer-Teams. Ein Team nur aus Übernehmerinnen bestehend machen nur 5 % aus.

Nachfolge in der Corona-Krise

Die Daten des Nachfolgemonitors beziehen sich auf die Jahre 2013–2019. Somit werden die Auswirkungen der Corona-Krise hier noch nicht abgebildet. Durch die nach wie vor bestehende Insolvenzgefahr für viele deutsche Unternehmen, muss aber davon ausgegangen werden, dass die weltweite Pandemie auch Auswirkungen auf die Unternehmensnachfolge zeigen wird. Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank, erklärt: „In diesem Jahr besteht die besondere Herausforderung darin, die Unternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen und gleichzeitig die so wichtigen Nachfolgefinanzierungen im Land Sachsen-Anhalt zu begleiten.“

Download und Einladung zur Vorstellung der Studie

Am 29. September 2020 wird die Studie von 09.00 bis 10.00 Uhr per Webkonferenz vorgestellt. Die Zugangsdaten hierzu sowie die Studie zum Download finden Sie auf folgender Website:

www.nachfolgemonitor.de

Die Pressemitteilung des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken finden Sie unter:

www.vdb-info.de/aktuelles

pdfVorstellung Nachfolgemonitor

Samstag, 05 September 2020

Start des neuen Leasingprogramms der Deutschen Bürgschaftsbanken

Um kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Leasing-Finanzierungen zu erleichtern, haben die deutschen Bürgschaftsbanken bereits im Jahr 2014 gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) das Leasingprogramm ins Leben gerufen und über eine mehrjährige Pilotphase Erfahrungen gesammelt. Nun haben die Förderinstitute das Programm neu aufgelegt und weiter ausgebaut.

Leasen statt kaufen: Gerade für kleinere Unternehmen klingt das verlockend – denn das nötige Kapital für Fahrzeuge oder neue Maschinen fehlt hier häufig. Doch mit mangelnden Sicherheiten platzt auch diese Art der Finanzierung meist schon vor Vertragsabschluss. Abhilfe schafft hier das Leasingprogramm der Deutschen Bürgschaftsbanken, das jetzt in einer Neuauflage an den Start geht. Das neue Programm gilt für Leasingbeträge bis zu 2,5 Millionen Euro und ist mit einer Bürgschaftsquote von 50 oder 70 Prozent (dann geringerer Leasingbetrag bis 1,785 Millionen Euro) erhältlich. Kleinteilige Leasingfinanzierungen bis 100.000 Euro (70%ige Verbürgung) beziehungsweise 140.000 Euro (50 %) werden durch europäische Mittel im Rahmen von EIF COSME rückverbürgt, was zu einem besonders schlanken und schnellen Bearbeitungsprozess führt. Bei den höheren Beträgen über 140.000 Euro und bei Existenzgründungen unterstützen Bund und Land die Bürgschaftsbanken als Rückbürgen.

Vorteile für die überregional arbeitenden Leasing-Gesellschaften sind – anders als beim Vorgängerprogramm – die deutschlandweit einheitlich gültigen Konditionen nun auch für das höhervolumige Geschäft sowie die vereinheitlichten Programmbedingungen in Form der Allgemeinen Bürgschaftsbestimmungen. Diese erleichtern die Zusammenarbeit mit den Bürgschaftsbanken, da keine bilateralen Rahmenverträge mehr abzuschließen sind. Damit entfällt auch eine früher notwendige Akkreditierung der Leasinggesellschaften.

Per Mausklick zum Leasing-Vorhaben

Neu ist zudem der digitale Zugang zu den Bürgschaftsbanken über das Finanzierungs-portal ermoeglicher.de oder direkt über die Landingpage leasing-buergschaft.de: Darüber können die User schnell, einfach und sicher die Unternehmens- und Vorhabendaten per Upload übermitteln. Die fallbezogene Kommunikation kann ebenfalls über die Funktionalitäten der Plattform erfolgen und bietet zudem die automatisierte Übermittlung von Bearbeitungsständen. Auch die Bürgschaftszusage wird im Portal digital abgelegt. Insbesondere im kleinteiligen Bereich werden somit künftig Entscheidungen innerhalb von maximal 48 Stunden getroffen. Über einen integrierten Kostenrechner sind die bundesweit einheitlichen Konditionen für die Leasingbürgschaft von Beginn an bekannt. Dies führt zu höherer Transparenz im Kundenkontakt.

„Dank unserer Bürgschaften soll es für Leasing-Gesellschaften attraktiv werden, mit kleinen und mittelgroßen Firmen bei besonderen Konstellationen wie Spezialmaschinen oder nur eingeschränkt verwertbaren Leasinggütern sowie bei geringen finanziellen Sicherheiten Geschäfte zu machen. Wir haben nun bundesweit einheitliche Strukturen und einen effizienten Prozess geschaffen, um unsere Zusammenarbeit mit den Leasing-Gesellschaften weiter auszubauen“, betont Guy Selbherr, Vorstandsvorsitzender des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken.

Das neue Programm BB LEASING ist ab sofort auch in Sachsen-Anhalt nutzbar.

Derzeit ist die Betroffenheit der Unternehmen durch die Corona-Krise groß: „Maßgeschneiderte Leasing-Bürgschaften erweitern nun auch in Sachsen-Anhalt die Unterstützungsangebote, auf die Unternehmen und Leasinggesellschaften im aktuell unsicheren wirtschaftlichen Umfeld zählen können“, erklärt Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH. „Gerade jetzt sind die Unternehmen besonders daran interessiert, eigenes Kapital zu schonen, um für eventuelle weitere Einschränkungen des Wirtschaftslebens gewappnet zu sein. Mit Leasing bleibt die eigene Liquidität erhalten, ohne auf moderne und leistungsstarke Anlagen verzichten zu müssen.“

Weitere Informationen sowie die Anfragestrecke finden Sie unter leasing-buergschaft.de.

pdfStart Leasing-Bürgschaft

Mittwoch, 27 November 2019

Unternehmer gesucht – Jede zweite Firmenübergabe noch ungeklärt

„Nachfolgemonitor 2019“ für Sachsen-Anhalt zeigt angespannte Lage im Unternehmensmittelstand

Magdeburg, 27. November 2019. Sachsen-Anhalt muss sich einem steil ansteigenden Bedarf an Nachfolgelösungen für kleine und mittelständische Unternehmen stellen. Die Anzahl von Unternehmerinnen und Unternehmern im Alter von mindestens 65 Jahren wird sich bis 2023 deutlich mehr als verdoppeln – in absehbarer Zeit verabschiedet sich die Generation der Nachwendegründer in den Ruhestand.

Das zeigt der „Nachfolgemonitor 2019 für Sachsen-Anhalt“, der heute in Magdeburg vorgestellt wurde. Diese erste Sonderausgabe des Nachfolgemonitors für Deutschland beschreibt die Problematik in einem Bundesland, das aufgrund seiner ungünstigen Altersstruktur – dem mit 47,5 Jahren bundesweit höchsten Durchschnittsalter –  besonders stark vom drängenden Thema Unternehmensfortführung betroffen ist.

Die Studie will auf die schwierige Nachfolgersuche, die sich in den kommenden Jahren möglicherweise noch verschärfen wird, aufmerksam machen und Entscheidungsträger sowie Unternehmer sensibilisieren: „Je weniger potenzielle Übernehmende für Nachfolgen zur Verfügung stehen, umso wichtiger ist es für die Übergebenden, sich mit ihrem Angebot gut zu positionieren“, sagt Prof. Dr. Holger Wassermann, wissenschaftlicher Leiter der Studie an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management. Der Monitor wurde im Auftrag der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) erstellt und begleitet von Creditreform Rating.

„Von erfolgreichen Unternehmensfortführungen hängt gerade im klein- und mittelständisch geprägten Sachsen-Anhalt die Sicherung der Wirtschaftsstruktur und damit auch von Arbeitsplätzen ab“, so Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der BB. Die Studie stützt sich im Kern auf die von der BB begleiteten Firmenübernahmen. Davon gab es im Jahr 2017 mehr als zweieinhalbmal so viele wie nur vier Jahre zuvor, im Jahr 2018 ging die Anzahl allerdings wieder zurück. Die meisten Unternehmensnachfolgen verzeichneten der Harz und die Stadt Magdeburg, die wenigsten gab es in der Börde und im Mansfelder Land. In den südlichen Landkreisen – Saalekreis und Burgenlandkreis – sowie in der Stadt Halle (Saale) blieb der Anteil der vollzogenen Nachfolgen unter dem Anteil dieser Regionen am Unternehmensbestand.

Mehr Nachfolge-Gründerinnen als im Bundesdurchschnitt

Als Besonderheit für Sachsen-Anhalt weist die Studie einen höheren Anteil weiblicher Nachfolger als im bundesdeutschen Durchschnitt auf: Während in Gesamtdeutschland knapp 23 Prozent aller Firmenübernahmen durch Frauen erfolgen, sind es in Sachsen-Anhalt mehr als 26 Prozent. Bezogen auf die Zahl der Unternehmerinnen, die aus Sachsen-Anhalt stammen, haben diese sogar einen Anteil von fast 29 Prozent an allen Übernahmen. Jede dritte Nachfolge-Gründerin ist zwischen 35 und 39 Jahren alt. Dagegen verteilt sich bei männlichen Nachfolgern das Alter zur Firmenübernahme auf einen breiteren Zeitraum zwischen 30 und 49 Jahren.

Eine weitere Besonderheit Sachsen-Anhalts zeigt die Studie in der räumlichen Lage der Unternehmen auf, die einen Nachfolger gefunden haben. Anders als im gesamtdeutschen Vergleich sind Firmenübernahmen in ländlichen Regionen sowie in peripherer Lage gegenüber zentralen Lagen deutlich überrepräsentiert.

Ungeklärte Nachfolgen behindern Unternehmensentwicklung

In der Zeit vor dem Vollzug der Übergabe an einen Nachfolger zeigt sich vielfach eine negative Entwicklung betriebswirtschaftlicher Größen, laut Studie vermutlich durch eine nachlassende unternehmerische Aktivität: So hat sich in rd. 71 Prozent der Unternehmen der Umsatz im Übergabejahr verschlechtert, das sind deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt von rd. 52 Prozent. Beim EBIT waren es 83 Prozent in Sachsen-Anhalt gegenüber 59 Prozent in Gesamtdeutschland.

Ein zentraler Punkt bei der Regelung von Unternehmensnachfolgen ist die Finanzierung. Zum Kaufpreis kommen oft weitere Ausgaben für Investitionen hinzu. Bei der dafür in Anspruch genommenen Kreditaufnahme entlastet die BB mit ihren Bürgschaften die Hausbanken vom Ausfallrisiko. Von den Wirtschaftszweigen benötigt das verarbeitende Gewerbe mit deutlichem Abstand die insgesamt höchsten Finanzierungsbeträge: gut 37 Prozent. Die durchschnittliche Kreditsumme lag hier bei 273.000 Euro.

Die Entwicklung der Unternehmen nach erfolgter Übergabe zeigt ein überwiegend positives Bild, was sich in einer Verbesserung des Creditreform Bonitätsindex bei zwei Drittel der Nachfolgen widerspiegelt. Bei 40 Prozent stieg der Umsatz stark bis sehr stark, in weiteren 40 Prozent blieb er auf vorherigem Niveau. Bei den verbleibenden 20 Prozent wurde jedoch ein Umsatzrückgang festgestellt.

Gründergeneration muss rechtzeitig Übergabe vorbereiten

Laut Daten des Netzwerks Unternehmensnachfolge Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 2017 planen 46 Prozent der befragten Unternehmen eine Übergabe bereits bis 2020. Von ihnen gaben 87 Prozent ihr Alter als Grund für die geplante Übergabe an. 34 Prozent rechnen mit einem Nachfolger aus der Familie, elf Prozent suchen ihn im eigenen Unternehmen – damit ist für mehr als jedes zweite Unternehmen die Frage der Firmenfortführung noch ungeklärt.

„Unternehmerinnen und Unternehmer müssen rechtzeitig genug den Tag vorbereiten, an dem sie das Steuer an einen Nachfolger weitergeben wollen“, unterstrich BB-Geschäftsführer Heiko Paelecke: „Dazu gehört nicht nur die Suche nach einem passenden Übernehmer, sondern auch die stetige, zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des Unternehmens, um die Attraktivität des Unternehmens für eine Übernahme hoch zu halten.“

pdfPressemeldung Nachfolgemonitor Sachsen-Anhalt

pdfNachfolgemonitor 2019 Sachsen-Anhalt
Dienstag, 01 Oktober 2019

Start für digitales Finanzierungsportal

Ohne Umwege zur optimalen Finanzierung

Eine passgenaue Finanzierung ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Möglichst unbürokratisch und schnell soll es außerdem gehen. Dafür gibt es ab sofort das digitale Finanzierungsportal der deutschen Bürgschaftsbanken für den gewerblichen Mittelstand, für Freiberufler sowie Gründungs- und Nachfolgeinteressierte. Wirtschaftsminister Armin Willingmann gab heute den Startschuss für Sachsen-Anhalt.

Minister Willingmann betonte: „Ich freue mich, dass das digitale Finanzierungsportal der Bürgschaftsbank heute an den Start geht. Damit gehört Sachsen-Anhalt deutschlandweit zu den Vorreitern. Auch in der Finanzwirtschaft schreitet die Digitalisierung mit großen Schritten voran. Viele Unternehmer, Gründer und Nachfolger suchen verstärkt online nach schnellen und unkomplizierten Finanzierungslösungen. Mit dem neuen Portal schafft die Bürgschaftsbank die Basis dafür.“

Über die Plattform finanzierungsportal.ermoeglicher.de können mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer, Kreditinstitute sowie verschiedenste Beratungseinrichtungen in einem schlanken Antragsprozess kostenlose Finanzierungsanfragen für ihre Firma bzw. für ihre Firmenkunden stellen – online direkt an die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB). „Wir machen mit dieser neuen elektronischen Lösung den mitunter langen Weg zu einer Finanzierung kürzer und schaffen Umwege ab, die auf der Suche nach einem Kreditgeber möglicherweise entstehen und eine erfolgreiche Gründung oder Investition verzögern oder schlimmstenfalls verhindern können“, erklärt BB-Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab. „Das ist zeitgemäße Wirtschaftsförderung für den Mittelstand, bei der wir als Fördereinrichtung mit den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters arbeiten und so Kreditinstitute und Unternehmen zusammenbringen.“

Die Nutzung des Portals sei einfach, ergänzt BB-Geschäftsführer Heiko Paelecke:  „Das Ausfüllen und Absenden der Anfrage bzw. des Antrags nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüfen umgehend die Machbarkeit des Vorhabens und die Übernahme einer Bürgschaft. Wir helfen Gründern und Unternehmern auch bei der Strukturierung der benötigten Finanzierung und holen bei ihrer Hausbank und bei weiteren vom Unternehmen gewünschten Kreditinstituten Finanzierungsangebote ein.“ Kommt die Finanzierung zustande und wird von der BB verbürgt, zahlt der Unternehmer die übliche Bürgschaftsprovision. Auf den Zinssatz der finanzierenden Bank hat die werthaltige Kreditsicherheit der Bürgschaftsbank einen positiven Einfluss.

Das digitale Finanzierungsportal ist gleichzeitig eine Dienstleistung für Banken und Sparkassen, weil deren eigener Aufwand bei der Prüfung von Gründungen und Investitionsvorhaben sinkt. Unternehmens- und Steuerberater sowie die Berater der Kammern können ebenfalls diesen kostenfreien Service der BB in Anspruch nehmen, um für ihre Kunden eine optimale und sichere Finanzierung zu gestalten.

Entwickelt wurde die Plattform im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) gemeinsam mit den in jedem Bundesland ansässigen Instituten.

pdfStart des Finanzierungsportals

Montag, 27 Mai 2019

Gesellschafterwechsel bei der MBG

Wernigerode, 20. Mai 2019. Die Harzer Volksbank eG und die Volksbank Magdeburg eG haben die bisherigen Gesellschafteranteile des Landes Sachsen-Anhalt an der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) übernommen. Das wurde in diesen Tagen auch notariell beurkundet. Der Gesellschafterwechsel tritt sofort in Kraft.

Die MBG ist eine Selbsthilfeeinrichtung der mittelständischen Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Nach der Gründung im Jahr 1992 hatte das Land als Starthilfe rd. 16 Prozent der Gesellschafteranteile übernommen. Weitere Gesellschafter sind die IHKs und Handwerkskammern im Land,  Banken sowie die ÖSA Versicherungen.

„Wir danken dem Land für seine langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft, mit der sich die MBG zu einer starken und nachhaltig wirkenden Fördereinrichtung entwickeln konnte“, sagte Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab. „Gleichzeitig freuen wir uns über das tolle Engagement zweier regional verwurzelter Volksbanken, wodurch positive Synergieeffekte für alle Beteiligten, aber insbesondere für die mittelständischen Unternehmen entstehen werden.“

„Für das Land Sachsen-Anhalt“, so Andreas Grobe, Leiter des Zentralen Beteiligungsmanagements des Landes Sachsen-Anhalt im Finanzministerium, „sei es das mit dem Landesengagement bei Gründung der MBG verbundene Ziel gewesen, ausreichend  Eigenkapital zur Verfügung zu stellen, damit sich die MBG zum etablierten und wichtigen Akteur in der Wirtschaftsförderung entwickeln kann. Dies sei gelungen, so dass sich das Land aus der Gesellschafterstellung zurückziehen könne. Das Instrument zur Mittelstandsförderung bleibe mit dem Eintritt  der beiden Volksbanken auch ohne die Beteiligung des Landes Sachsen-Anhalt an der MBG unverändert erhalten.“

Die MBG ist heute ein fester Teil der Förderlandschaft in Sachsen-Anhalt, sie hat mit ihren seit 1992 übernommenen 792 stillen Beteiligungen an Unternehmen die mittelständische Wirtschaft bei Firmengründungen, beim Wachstum und mit steigendem Anteil bei erfolgreichen Unternehmensnachfolgen mit fast 270 Mio. Euro unterstützt und dabei rd. 1,4 Mrd. Investitionssumme angestoßen.

Mit den beiden Volksbanken werden zwei langjährige Finanzierungspartner nun auch zu Gesellschaftern und damit zu strategischen Partnern.

Dazu Herr Hans-Heinrich Haase-Fricke, Vorstands-vorsitzender der Harzer Volksbank: „Wir freuen uns über das uns entgegengebrachte Vertrauen des Landes Sachsen-Anhalt und der anderen Gesellschafter. Durch die Übernahme der Gesellschafteranteile möchten wir die Unterstützungs-möglichkeiten der MBG mit Beteiligungspotenzial im Harz stärker verankern! Die Region Harz ist nicht nur ein flächenmäßig großer Landkreis sondern eine innovative stabile Wirtschaftsregion, die wir weiter stärken möchten. Durch die Beteiligung wird die Region Harz entsprechend ihrer Wirtschaftskraft auch in Magdeburg wahrgenommen.“

Weiter führt Uwe Fabig, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Magdeburg, aus: „Mit der Übernahme eines Gesellschafteranteils wollen wir die Verbindung zur MBG langfristig sichern und festigen. Durch das Mandat im Aufsichtsrat können wir zudem die Geschäftsausrichtung mitbestimmen. Wir schaffen damit für unsere Firmenkunden aus Handwerk, Handel und Dienstleistung einen partnerschaftlichen Zugang zu einem wichtigen und soliden Baustein der langfristigen Unternehmensfinanzierung.“

Auch die Harzer Volksbank ist künftig mit einem Sitz im Aufsichtsrat der MBG vertreten, der sich damit auf acht Mitglieder vergrößert.

pdfGesellschafterwechsel bei der MBG

Donnerstag, 21 März 2019

BB und MBG im rauen Umfeld stark

Wieder mehr Investitionen und Arbeitsplätze gesichert

 
Vom kleinen „Unverpackt-Laden“ bis zum mittelständischen Glashersteller reicht die breite Palette an Engagements der Bürgschaftsbank (BB) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr. Die beiden Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft ermöglichten mit ihren Ausfallbürgschaften, Garantien und Unternehmensbeteiligungen Investitionen von insgesamt 95,4 Millionen Euro. Damit wurden in Sachsen-Anhalt 2.661 Arbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert.

„Der gute Konjunkturverlauf in Deutschland und der einfache Kreditzugang haben die Nachfrage nach Sicherheiten erwartungsgemäß gebremst. Dennoch konnte in 2018 mit den Instrumenten von BB und MBG die größte Investitionssumme seit vier Jahren auf den Weg gebracht werden“, sagte Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab im heutigen Bilanzpressegespräch. „Dazu hat vor allem auch das erfreulich starke Beteiligungsgeschäft der MBG beigetragen.“


MBG: Vorjahresergebnis fast verdoppelt


Die Vorteile von Beteiligungskapital als Alternative zum Bankkredit werden von vielen Unternehmen auch in der Niedrigzinsphase geschätzt. So konnte die MBG in ihrem Kerngeschäft weitere 15 stille Beteiligungen übernehmen. Trotz der etwas geringeren Anzahl als im Jahr 2017 (18 Beteiligungen) hat sich das Gesamtvolumen des Beteiligungskapitals sogar von 4,4 auf 8,4 Mio. Euro fast verdoppelt. Davon entfällt mit 35 Prozent der größte Teil auf mittelständische Industriebetriebe.  
Außerdem förderte die MBG sieben Kleinunternehmen und Gründer mit insgesamt 265.000 Euro Beteiligungskapital aus dem Bundesprogramm „Mikromezzaninfonds-Deutschland“. Maximale Höhe ist hier 50.000 Euro je Engagement. Zu den Zielgruppen gehören vor allem Gründer, die zum Beispiel aus der Arbeitslosigkeit starten, weiblich sind oder einen Migrationshintergrund haben.


BB: Gestiegene Nachfrage aus Agrarbereich

Das Neugeschäft der BB blieb mit rund 45 Mio. Euro verbürgtem Kredit- bzw. garantiertem Beteiligungsbetrag knapp unter dem Vorjahresniveau von rd. 48 Mio. Euro. Die größte Nachfrage kam aus dem Handwerk und dem Dienstleistungssektor, auf diese zwei Bereiche entfielen je 21 Prozent aller neuen Engagements.
Beim Neugeschäftsvolumen lag der Dienstleistungssektor mit fast 20 Prozent Anteil vor der Industrie mit 18 Prozent und dem Handwerk mit 17 Prozent.

Insgesamt ging infolge gelockerter Kreditvergabepraxis und damit verringerter Nachfrage die Anzahl neuer Engagements im Vorjahresvergleich auf 126 zurück (2017: 152). Dagegen erhöhte sich das durchschnittliche Volumen der Bürgschaften.

Besonders dynamisch entwickelte sich 2018 die Nachfrage nach Agrar-Bürgschaften. Acht Unternehmen (2017: 3) aus dem landwirtschaftlichen Bereich haben diese Sicherheiten in Anspruch genommen, insgesamt wurde ein Kreditvolumen von 3,1 Mio. Euro verbürgt. Dazu gehörten eine Existenzgründung, eine Betriebsübergabe, Betriebserweiterungen und Investitionen, aber auch Finanzierungshilfen für Futterzukäufe infolge des trockenen Sommers 2018.


Die vollständige Pressemitteilung und weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemappe.

pdfPressemappe 2019

Donnerstag, 22 März 2018

Neugeschäft auf Vorjahresniveau und neue Finanzierungshilfen

Mit den Finanzierunghilfen von Bürgschaftsbank (BB) und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen-Anhalt hat die mittelständische Wirtschaft im Jahr 2017 rund 94 Mio. Euro im Land investieren können. Das sind 18 Mio. Euro mehr als im Jahr 2016. Damit sind rund 1.900 Arbeitsplätze entstanden oder gesichert worden. BB und MBG bauten ihre Programme weiter aus und beschleunigen mit Hilfe digitalisierter Antragsverfahren die Entscheidungsprozesse und Zusagen.

 „Angesichts der nach wie vor verhaltenen Investitionsneigung und des vereinfachten Kreditzugangs aufgrund der Niedrigstzinsen haben BB und MBG wieder ein ordentliches Ergebnis eingefahren“, sagte Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab im heutigen Bilanzpressegespräch. „Im Neugeschäft 2017 konnte das Vorjahresniveau trotz ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gehalten werden.“

BB und MBG begleiten mittelständische Unternehmen bei der Gründung, beim Wachstum und bei Firmenübergaben. Dabei wächst der Anteil von altersbedingten Unternehmensnachfolgen: Nach 18 Übernahmen im Jahr 2015 und 26 im Jahr 2016 wurden im vergangenen Jahr bereits 43 Nachfolgen mit Bürgschaften und Beteiligungen begleitet. Der Kapitalumfang lag bei insgesamt 17,3 Mio. Euro gegenüber 10,8 Mio. Euro bzw. 8 Mio. Euro in den beiden Vorjahren. „Unternehmensnachfolgen werden weiterhin ein Schwerpunkt bleiben“, sagte Schwab: „Denn solange die Nachfolge nicht geklärt ist, wird sich ein Unternehmer schwer tun mit weiteren Investitionen. Deshalb sehen wir uns als Förderer in der Pflicht, im Interesse der Zukunft unseres Landes unseren Beitrag gegen eine solche Investitionsbremse zu leisten.“

pdfPressegespräch 2018

Freitag, 02 März 2018

Beste Schülerfirmenideen in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet

Anschub für Unternehmergeist in Sachsen-Anhalt

Sie sind möglicherweise Sachsen-Anhalts Firmenlenker von morgen: Zehn Schülerfirmen aus Sachsen-Anhalt werden heute in Magdeburg für ihre kreativen unternehmerischen Ideen ausgezeichnet. Jedes Team erhält eine Förderung von 500 Euro zur Umsetzung und Weiterentwicklung seiner Geschäftspläne. Claudia Köhler, Projektleiterin „GRÜNDERKIDS – Schülerfirmen Sachsen-Anhalt“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), überreichte das Preisgeld gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG), Wolf-Dieter Schwab.

MBG und DKJS hatten im vergangenen Oktober gemeinsam einen Ideenwettbewerb an den Schulen in Sachsen-Anhalt ausgelobt. Schülerteams, die eine Geschäftsidee umsetzen oder ihre bereits bestehende Schülerfirma ausbauen möchten, konnten in einem dafür entwickelten Bewerbungsbogen ihre Projektidee beschreiben und erklären, wofür sie die „Finanzspritze“ einsetzen möchten. Den Geldbetrag stellte die MBG zur Verfügung. Er kam bei einer Spendenaktion für das gemeinnützige Vorhaben zusammen, um welche die MBG anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums im vergangenen Sommer ihre Partner in Wirtschaft und Politik gebeten hatte.

pdfAuszeichnung Schülerfirmen Sachsen-Anhalt

Freitag, 27 Oktober 2017

MBG fördert Ideenwettbewerb um Schülerfirmen

„Unternehmen fördern ist unser ureigenes Geschäft. Deshalb fördern wir auch gern einmal kreative junge Menschen, die ihre allerersten Schritte als Unternehmer wagen.“ Das sagte Wolf-Dieter Schwab, Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG), anlässlich der heutigen Scheckübergabe an die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Sachsen-Anhalt. Mit der Spende in Höhe von 5.200 Euro, die DKJS-Projektleiterin Claudia Köhler entgegennahm, will die MBG engagierte Schülerteams bei der Umsetzung ihrer unternehmerischen Ideen unterstützen. Dafür wird ein Ideenwettbewerb ausgelöst. Rund 150 Schülerfirmen gibt es bereits im Land.

Das Geld kommt von den Gratulanten verschiedenster Unternehmen zum 25-jährigen Gründungsjubiläum der MBG. Das Förderinstitut hatte anlässlich seiner Jubiläumsfeier am 31. August dieses Jahres darum gebeten, statt Geschenken einen Geldbetrag für ein gemeinnütziges Vorhaben zu spenden, und entschied sich bei der Zuwendung für die Unterstützung des Projekts Schülerfirmen.

pdfScheck für Schülerfirmen
Montag, 04 September 2017

Bürgschaftsbanker spendeten Blut

Gemeinnützig wirken – auch über das berufliche Tätigkeitsfeld hinaus. Dafür haben die Mitarbeiter der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) gern Blut gelassen. Die erste Blutspendenaktion des Förderinstituts mit Sitz in Magdeburg wurde am Montag (4. September) von der Blutbank am Universitätsklinikum Magdeburg direkt am Arbeitsplatz der Bürgschaftsbanker durchgeführt. 14 Frauen und Männer aus dem kleinen Mitarbeiterteam der BB waren bereit zu spenden. Nach der Voruntersuchung durften am Ende allerdings nicht alle mitmachen, weil zum Beispiel ein Schnupfen oder das vorherige Urlaubsziel zu diesem Zeitpunkt nicht den hohen Standards für eine sichere Blutkonserve entsprachen.

Für drei Mitarbeiter war es die erste Blutspende. „Anzapfen“ ließen sich auch die Geschäftsführer Heiko Paelecke und Wolf-Dieter Schwab. Als Motiv für die betriebliche Aktion, die nicht die letzte gewesen sein soll, nannten sie den sozialen Gedanken: „Blut kann man nicht produzieren und jeder kann selbst einmal eine Bluttransfusion benötigen. Deshalb trägt jede Blutspende dazu bei, Leben zu retten. Hierbei zu helfen, entspricht dem sozialen Verständnis aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

pdfBlutspendeaktion
Donnerstag, 31 August 2017

25 Jahre Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Beteiligt am Erfolg – Kapitalpolster der MBG stärken Unternehmen den Rücken


Magdeburg, 31. August 2017 – Mehr als 660 kleine und mittelständische Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen 25 Jahren mit einer Kapitalhilfe der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) ihre Geschäftstätigkeit auf- und ausbauen können. Mit stillen Beteiligungen im Gesamtumfang von 257 Mio. Euro konnten sie ihr Eigenkapitalpolster langfristig wirkend stärken. Das ermöglichte diesen Unternehmen insgesamt Investitionen von rund 1,4 Milliarden Euro, wodurch wiederum mehr als 25.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert wurden. Gut jede dritte Beteiligung der MBG unterstützte eine Existenzgründung oder eine Unternehmensnachfolge.


Diese Bilanz ziehen die Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und Heiko Paelecke anlässlich des 25-jährigen Bestehens der MBG. Zur Jubiläumsveranstaltung am Donnerstag (31. August) im Jahrtausendturm des Elbauenparks in Magdeburg werden auch die Staatssekretäre im Wirtschaftsministerium, Dr. Jürgen Ude, und im Finanzministerium Sachsen-Anhalts, Dr. Klaus Klang, erwartet.

pdfPressemitteilung 25 Jahre Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Mittwoch, 15 März 2017

Jahrespressekonferenz von Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt und Mittelständischer Beteiliigungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Nachfrage nach Finanzierungshilfen für Firmenübergaben wächst

Mit neuen Produkten und erweiterten Programmen haben Bürgschaftsbank (BB) und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen-Anhalt ihre Unterstützung für mittelständische Unternehmen und Gründer im Land weiter ausgebaut. Trotz ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist das Neugeschäft im Jahr 2016 wieder gestiegen.

BB und MBG begleiten Betriebe bei der Gründung, beim Wachstum und bei Firmenübergaben. Im vergangenen Jahr ermöglichten sie den Start von 56 Gründern in Sachsen-Anhalt, und 44 Prozent der Unternehmen im Gesamtportfolio der beiden Förderinstitute sind Existenzgründer. Während das Gründungsgeschehen im Land allerdings hinter den anderen Bundesländern zurückbleibt, gewinnt die Unterstützung von Unternehmensnachfolgen spürbar an Bedeutung. In fast jedem sechsten Mittelstandsbetrieb planen die Eigentümer die Geschäftsübergabe bis zum Jahr 2019. Die Nachfrage nach Bürgschaften und Beteiligungen zur finanziellen Umsetzung der Nachfolge wächst deshalb. Im Jahr 2016 haben BB und MBG 26 Firmenübernahmen mit insgesamt 10,8 Millionen (Mio.) Euro begleitet, im Jahr 2015 waren es 18 Nachfolgeregelungen mit acht Mio. Euro.

Im Gesamtgeschäft 2016 haben BB und MBG mit ihren Bürgschaften, Garantien und Beteiligungen der mittelständischen Wirtschaft im Land Investitionen im Umfang von rund 76 Mio. Euro (2015: 73) ermöglicht. Damit konnten 2.700 Arbeitsplätze im Land neu geschaffen oder gesichert werden.

pdfPressegespräch 2017
Montag, 22 August 2016

Pressekonferenz auf dem Ziegenhof Pfeiffhausen

Sicherheiten für Investitionen in der Landwirtschaft

Ziegenhof Landgut Pfeiffhausen erhält erste Agrar-Bürgschaft in Sachsen-Anhalt

Gerbstedt, OT Pfeiffhausen. Seit diesem Jahr können auch mittelständische Betriebe in der Landwirtschaft für die Finanzierung ihrer Investitionen Ausfallbürgschaften der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) in Anspruch nehmen. Das erleichtert ihnen den Kreditzugang. Die Agrar-Bürgschaft aus dem EU-Programm „COSME“ sichert zudem Existenzgründungen und Betriebsübernahmen in Land- und Forstwirtschaftsbetrieben, in Baumschulen, Fischzucht- sowie Gartenbaubetrieben und bei Winzern. Zuvor waren solche Finanzierungssicherheiten für den Agrarsektor in Deutschland nicht möglich.

pdfPressemitteilung Ziegenhof Pfeiffhausen


EU Logo                      EIF


Diese Finanzierung wird durch die vom COSME bereitgestellte Rückbürgschaft und den im Zusammenhang mit dem Investitionsplan für Europa begründeten Europäischen Fonds für strategische Investitionen ("EFSI") ermöglicht. Der Zweck des EFSI ist die Unterstützung bei der Finanzierung und Umsetzung produktiver Investitionen in der Europäischen Union und die Sicherstellung eines besseren Zugangs zu Finanzierungen.
Donnerstag, 10 März 2016

Jahrespressekonferenz von Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

Nachfrage nach Finanzierungshilfen wieder angestiegen

Die Nachfrage nach den Finanzierunghilfen von Bürgschaftsbank (BB) und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr wieder angezogen. Mit ihren Ausfallbürgschaften und Garantien ermöglichten die Förderinstitute Kredite und Beteiligungen im Gesamtumfang von rund 46,3 Millionen (Mio.) Euro. Damit konnten mittelständische Unternehmen und Gründer im Vorjahr mehr als 72,8 Mio. Euro investieren. Das sicherte in den geförderten Unternehmen 4.234 neue oder bestehende Arbeitsplätze.

pdfPressegespräch 2016
Donnerstag, 10 Dezember 2015

Vor 25 Jahren wurde die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt gegründet

BB bürgt mit Sicherheit für Sachsen-Anhalts Wirtschaftswachstum

Rund 155.000 Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt gehen buchstäblich auf das Konto der Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB). Mit der Verbürgung von Kreditaufnahmen ermöglicht sie die Schaffung neuer und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze in der mittelständischen Wirtschaft. Genau vor 25 Jahren – am 10. Dezember 1990 – fand die Gründungsversammlung der BB statt.

pdfPressemitteilung 25 Jahre Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH
Freitag, 24 Juli 2015

Bürgschaftsbank und Handwerkskammer unterstützen Jungunternehmer im Handwerk

Die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt und die Handwerkskammer Magdeburg bieten Existenzgründern im Handwerk zukünftig eine kostenlose Unterneh-mensanalyse im zweiten Jahr nach der Gründung an.
Den Kooperationsvertrag über das „BB Control Handwerk“ unterzeichneten Bürgschaftsbank-Geschäftsführer Wolf-Dieter Schwab und Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe heute in Magdeburg.

pdfPressemitteilung Kooperation Bürgschaftsbank und Handwerkskammer
Mittwoch, 04 März 2015

Jahrespressekonferenz von Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt und Mittelständischer Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt

BB und MBG reagieren auf Förderbedarf kleiner und junger Unternehmen

Bürgschaftsbank (BB) und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) Sachsen-Anhalt haben ihre Unterstützung für die Wirtschaft im Land im vergangenen Jahr weiter ausgebaut.  Der Zugang zu Finanzierungen wurde vor allem im Interesse kleiner mittelständischer Unternehmen und Gründer verbessert.

pdfPressegespräch 2015
Dienstag, 13 Januar 2015

Bürgschaftsbank vereinfacht Kreditzugang für die mittelständische Wirtschaft

Neues Förderprogramm "BB EXPRESS "

Zur Unterstützung des kleinteiligen Kreditgeschäfts hat die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (BB) zum Jahresbeginn 2015  die Express-Bürgschaft neu in ihr Portfolio aufgenommen. Mit BB EXPRESS erhalten Banken und Sparkassen  innerhalb von nur drei Bankarbeitstagen die Bürgschaftszusage für die Finanzierung ihrer mittelständischen Unternehmenskunden, wenn Kreditsicherheiten fehlen oder nicht ausreichend sind. Antragstellung und Bearbeitung erfolgen standardisiert und  weitgehend auf elektronischem Weg.

pdfPressemitteilung 01/2015
Mittwoch, 27 August 2014

Hoher Bedarf an Beteiligungskapital für Kleinunternehmen

Mikromezzaninfonds wird aufgestockt

In Sachsen-Anhalt besteht nach wie vor eine hohe Nachfrage nach Kapital aus dem deutschlandweiten Mikromezzanin-Programm. Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG), die Anträge von sachsen-anhaltischen Unternehmen für Mittel aus dem Mezzaninfonds bearbeitet, genehmigte bisher in der Summe 1,29 Millionen Euro Beteiligungskapital für 29 mittelständische Unternehmen, von denen elf Unternehmen „in Frauenhand“ sind. Drei der geförderten Unternehmen konnten mithilfe des Fonds aus der Arbeitslosigkeit heraus gegründet werden.

pdfPressemitteilung 08/2014

Der Mikromezzaninfonds-Deutschland wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Mittwoch, 05 März 2014

Erfolgreiches Neugeschäft trotz geringerer Nachfrage bei BB und MBG

100 Millionen Euro Investitionsanschub durch Bürgschaften und Beteiligungen

Bürgschaftsbank (BB) und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt (MBG) haben im Jahr 2013 der mittelständischen Wirtschaft im Land Investitionen mit einer Gesamthöhe von fast 102 Millionen Euro ermöglicht. Mit Ausfallbürgschaften, Garantien und Beteiligungen halfen sie, rund 3.800 Arbeitsplätze in Branchen wie dem Handwerk, dem Handel, der Industrie und dem Dienstleistungsgewerbe in Sachsen-Anhalt zu schaffen bzw. zu sichern.

pdfPressegespräch 2014
Donnerstag, 05 September 2013

Leichterer Zugang zu Beteiligungskapital für kleine Unternehmen und Gründer

Bund legt Mikromezzaninfonds mit 35 Millionen Euro für kleine Beteiligungen auf

pdfPresseinfo Mikromezzaninfonds-Deutschland
Dienstag, 11 Juni 2013

BB und MBG unterstützen vom Hochwasser betroffene Unternehmen

Soforthilfe für Firmen zur Entlastung von Flutschadenfolgen

pdf
Pressemeldung Hochwasserhilfen


BB und MBG – der Imagefilm

Die Arbeit der Bürgschaftsbank einfach erklärt