Pressemitteilungen Verband

Dienstag, 07 Dezember 2021

Nachhaltigkeitsleitlinien für Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften veröffentlicht

Der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken hat einheitliche Nachhaltigkeitsleitlinien für die Deutschen Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften veröffentlicht.

Die Leitlinien des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken geben einen Rahmen für die Nachhaltigkeitsaktivitäten der deutschen Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften vor und sind die Basis, um ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in ihr gesamtes unternehmerisches Handeln zu integrieren und zu fördern. Das Thema Nachhaltigkeit besitzt schon heute einen hohen Stellenwert bei den einzelnen Instituten. Dies manifestiert sich insbesondere im Förderauftrag der Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften, kleine und mittlere Unternehmen bei der Kreditvergabe und so den Strukturwandel der Deutschen Wirtschaft zu unterstützen sowie in der engen Einbindung in die Wirtschaftsförderung durch KfW und Landesförderinstitute.

Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften sind Kreditinstitute im Sinne des KWG und unterstützen gewerbliche Unternehmen und Freie Berufe bei der Kredit- oder Beteiligungsfinanzierung. Die von ihnen als Wirtschaftsförderer seit über 60 Jahren übernommenen Bürgschaften sind vollwertige Sicherheiten für alle Hausbanken. Bürgschaften sind ein erfolgreiches Instrument einer Kombination der Selbsthilfe mit Staatshilfe und besonders unter ordnungspolitischen Aspekten sinnvoll und haushaltsschonend.

Mit der vorliegenden Veröffentlichung wurde nun ein gemeinsames und einheitliches Verständnis aller Bürgschaftsbanken definiert.

Leitlinien beschreiben Zusammenwirkung aller Beteiligten

Die Leitlinien beschreiben das Zusammenwirken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Institute, der Kundinnen und Kunden bzw. Partnerinnen und Partner sowie die Verantwortung in gesellschaftlichen und umweltbezogenen Belangen. Die durchgängige Implementierung und stetige Weiterentwicklung der Grundsätze betrachtet der Verband dabei als Fundament einer nachhaltigen Unternehmensführung sowie im Sinne des Förderauftrages seiner Mitgliedsinstitute.

Untergliedert wird das Rahmenwerk in sieben Unterpunkte. Einleitend wird dabei das Selbstverständnis der Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften definiert. Anschließend wird auf die Zusammenarbeit der Institute mit Kunden und Kundinnen sowie Partnern und Partnerinnen eingegangen. So bildet die Grundlage des nachhaltigen geschäftlichen Erfolges beispielsweise die Bedürfnisse der Geschäftspartner zu erkennen und zu erfüllen.

Im Weiteren wird auf die Sozial- und Arbeitnehmerbelange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Institute sowie die Menschenrechte eingegangen. Festgeschrieben ist dabei u.a., dass alle Beschäftigten Anspruch auf faire und angemessene Arbeitsbedingungen haben. Daneben erwarten die Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften, dass auch von Lieferanten nebst deren Subunternehmen sowie Geschäftspartnern die elementaren Menschen- und Arbeitsrechte eingehalten werden.

Wirtschaftsförderung weiterentwickeln

Hervorgehoben wird in dem Papier auch der „ökonomische und regionale Mehrwert“. Mit der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen in den Bundesländern bei Existenzgründungs-, Festigungs-, Wachstums- oder Innovationsvorhaben durch die Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften können Unternehmerinnen und Unternehmer Arbeitsplätze sichern und darüber hinaus neue Stellen schaffen. Die Institute wollen das Leistungsangebot kontinuierlich verbessern und ausbauen und ihre Wirtschaftsförderung weiterentwickeln.

Im Unterpunkt „Compliance und Korruptionsprävention sowie Verhinderung von Geldwäsche“ wird darauf eingegangen, dass sämtliche für die Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften einschlägigen nationalen bzw. internationalen regulatorischen Anforderungen und Vorgaben eingehalten werden. Ebenso setzen sich die Institute für die Bekämpfung und Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie die Vermeidung von Betrug, Korruption und Interessenskonflikten ein.

Beim Thema „nachhaltige und faire Finanzen“ wird definiert wie Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften einen fairen und freien Wettbewerb unterstützen sowie bei der Vergabe von Bürgschaften und Garantien nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorgehen, sondern auch nach sozialen, ökologischen und ethischen Kriterien.

Darauf folgend wird im letzten Punkt „Umwelt“ der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen eingegangen: Der Schutz des natürlichen Lebensraums ist ein wichtiges Unternehmensziel für die Bürgschaftsbanken und Garantiegesellschaften.

Download der Nachhaltigkeitsleitlinien

Die Nachhaltigkeitsleitlinien des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken können pdfhier eingesehen und heruntergeladen werden.

Mittwoch, 13 Oktober 2021

Elektrofachbetrieb ADREX gewinnt 9. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken

13.10.2021 - ADREX überzeugt mit umfassenden Lösungen im Bereich der Erneuerbaren Energien

Der Betrieb ADREX Photovoltaikanlagen aus Horb am Neckar, Baden-Württemberg, ist mit dem 9. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken durch Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden und Mitglied im Geschäftsführenden ZDH-Präsidium, den VDB-Vorsitzenden Guy Selbherr sowie durch die Leiterin der Abteilung Mittelstandspolitik im Bundeswirtschaftsministerium Dr. Sabine Hepperle ausgezeichnet worden.

Der zweite Platz geht an Andy Manz mit seinem Unternehmen Manz Landtechnik GmbH aus Nordwestuckermark in Brandenburg. Als Dritter geehrt wurde Geschäftsführer Simon Meinberg mit seinem Unternehmen Raumstation & Friends GmbH aus Berlin.

Die drei Unternehmen setzten sich gegen insgesamt 15 Landessieger aus einer hohen Anzahl an geförderten Handwerksbetrieben durch. Den Handwerkspreis der deutschen Bürgschaftsbanken vergibt der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) seit 2012 zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) um über Best-Practice Ansätze die Innovationskraft des Handwerks auszuzeichnen.

Die vollständige Pressemitteilung des VDB lesen Sie: pdfhier

Weitere Informationen zu den Preisträgern, Landessiegern sowie dazugehörige Fotos stehen auf folgender Website zur Verfügung:
https://handwerkspreis-buergschaftsbanken.de
Freitag, 25 Juni 2021

Bürgschaftsbanken auch in turbulenten Zeiten Stabilitätsanker bei Unternehmensnachfolgen

Berlin, 25.06.2021 - Kein Einbruch bei den Unternehmensnachfolgen 2020 im Mittelstand

Die deutsche Volkswirtschaft konnte sich den verheerenden Auswirkungen der Pandemie nicht entziehen. Nachdem die hiesige Wirtschaftsleistung zehn Jahre ununterbrochen expandiert war – zwischen 2010 und 2019 durchschnittlich um 1,9 Prozent - schrumpfte sie 2020 um 4,8 Prozent. Unterbrechungen der Lieferketten resultierten in einer erheblichen Beeinträchtigung der Wirtschaftsaktivität im Verarbeitenden Gewerbe, während gesundheitspolitische Einschränkungen zu einem starken Rückgang im stationären Handel, beim Hotel- und Gaststättengewerbe sowie anderen kontaktintensiven Dienstleistungen führten.

In solch turbulenten Zeiten fungieren die Bürgschaftsbanken als stabilisierendes Element gerade auch im Nachfolgegeschehen. Dies belegen die Ergebnisse der dritten Auflage des Nachfolgemonitors für das von der Covid-19-Pandemie geprägtem Jahr 2020. Die Daten für das abgelaufene Geschäftsjahr lassen auf den ersten Blick keinen pandemiebedingten Einbruch bei den Unternehmensnachfolgen erkennen.

„So können die Bürgschaftsbanken in Deutschland im Rahmen der Unternehmensnachfolge als ein wichtiger Baustein der Finanzierung für einen in der Volkswirtschaft eminent bedeutsamen Prozesses angesehen werden: als Stabilitätsanker für die Unterstützung der Unternehmenslandschaft in Deutschland. Schließlich trägt der Erhalt von  unternehmerischen Potenzialen zur Wirtschaftskraft und zum Erhalt von Arbeitsplätzen ganzer Regionen und so zu deren Wettbewerbsfähigkeit bei“, erläutert Dr. Michael Munsch, Vorstand der Creditreform Rating AG.

Demografischer Wandel setzt sich fort
 
„Auch wenn die Coronakrise die öffentliche Aufmerksamkeit nach wie vor sehr stark auf sich zieht, heißt dies nicht, dass die anderen Themen, die für die Unternehmensnachfolge von Relevanz sind, vom Tisch wären. Ganz im Gegenteil – der demografische Wandel setzt sich fort und verändert sukzessive und unaufhörlich die Altersstruktur der deutschen Unternehmerinnen und Unternehmern“, so der wissenschaftliche Leiter der Studie Prof. Dr. Holger Wassermann von der FOM Hochschule.
 
Studie mit tatsächlich realisierten Transaktionen

„Statt mit Hochrechnungen, Schätzungen und Umfragedaten können mit real begleiteten Nachfolgefinanzierungen der Bürgschaftsbanken und den Daten von Creditreform Rating Aussagen zu tatsächlich realisierten Transaktionen getroffen werden. Dies liefert wertvolle Anhaltspunkte für die Entwicklung und die Charakteristika des Unternehmensnachfolgegeschehens in Deutschland“, betont Guy Selbherr, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB).
 
Diese und viele weitere interessante Ergebnisse zeigt der dritte Nachfolgemonitor, den der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB), Creditreform Rating und die FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinsam erstellt und am 25. Juni 2021 veröffentlicht haben. Für den Nachfolgemonitor wurden insgesamt rund 8.000  Übernahmen aus den Jahren 2013 bis 2020 untersucht.
 
Download der Studie
Die Studie können Sie auf folgender Website herunterladen: www.nachfolgemonitor.de

pdfPressemeldung des VDB
Freitag, 11 Dezember 2020

Bürgschaftsbanken: Ausweitung der Corona-Hilfen bis 30. Juni 2021 verlängert

Die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 befristete Ausweitung der Corona-Hilfen der Bürgschaftsbanken wird nun bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Gemeinsame Pressemeldung: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e. V.

Bürgschaftsbanken: Ausweitung der Corona-Hilfen bis 30. Juni 2021 verlängert

Berlin, 11.12.2020 - Die privaten Bürgschaftsbanken tragen in der Corona-Pandemie dazu bei, die Kreditversorgung kleiner und mittlerer Unternehmen sicherzustellen. Zu diesem Zweck waren die Fördermöglichkeiten der privaten Bürgschaftsbanken im Rahmen des Corona-Hilfspakets der Bundesregierung ausgeweitet worden. Die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2020 befristete Ausweitung wird nun bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Sie ermöglicht u.a. die Anhebung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. Euro (vorher 1,25 Mio. Euro), eine höhere Risikoübernahme des Bundes durch Erhöhung der Rückbürgschaft sowie verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen. Die erweiterten Angebote wurden bis Ende November bundesweit von über 4.600 Unternehmen genutzt – über ein Drittel mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es wurden Kredite von über 1,3 Mrd. Euro durch die Bürgschaftsbanken abgesichert.

Das Finanzierungsportal (1) der Bürgschaftsbanken stößt auf große Resonanz und wird bereits für viele Anfragen genutzt. Eine Kontaktaufnahme kann auch durch die Hausbank, eine Kammer oder Berater erfolgen. Eine Übersicht der jeweils zuständigen Bürgschaftsbank steht auf der Seite des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken (2) zur Verfügung.

(1): https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de

(2): https://www.vdb-info.de/mitglieder


Donnerstag, 26 November 2020

Stärkung des unternehmerischen Eigenkapitals in der Krise

Berlin, 26.11.2020 - Verbesserte Beteiligungsangebote ermöglichen Unternehmen mehr Handlungsspielräume
Der Bund baut die bestehenden Beteiligungsangebote der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen) in Kooperation mit den Bundesländern deutlich aus. So haben das Bundesministerium für Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhebliche Erleichterungen für die Bürgschaftsbanken im Rahmen der Rückgarantierklärungen beschlossen. Über die MBGen, Partner der Bürgschaftsbanken, stehen die Angebote für durch Corona betroffene kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung.

Die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen haben viele Unternehmen mit voller Wucht getroffen. Durch massive Umsatzeinbrüche wird sich vielfach die Ertragssituation wesentlich verschlechtern, die Ausweisung von Verlusten ist wahrscheinlich. Dies wird unmittelbar Auswirkungen auf die Eigenkapitalsituation der Betriebe haben. Zwar verfügen viele Unternehmen durch die wirtschaftlichen Corona-Hilfsmaßnahmen noch über ausreichend Liquidität, sie laufen jedoch durch Verluste und Fremdkapitalaufnahmen in eine deutlich verschlechterte Eigenkapitalsituation hinein. Spätestens mit den Jahresabschlüssen 2020 wird dies ersichtlich werden, so dass die weitere Kreditaufnahme erschwert wird. Über die nun möglichen Mezzaninfinanzierungen durch stille Beteiligungen können die Betriebe dennoch wichtige Zukunftsinvestitionen tätigen.

Damit möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen dieses Angebot nutzen können und der coronabedingte Eigenkapitalverzehr ausgeglichen werden kann, werden u.a. temporär die auch die Finanzierung von Betriebsmitteln sowie die Kombination mit KfW-Schnellkrediten ermöglicht. Ergänzend werden durch die Delegation der Entscheidungsbefugnis von Summen bis zu 2,5 Millionen Euro vom Bund auf die Landesrückgaranten die Entscheidungsprozesse beschleunigt. Unternehmen sollen so gestärkt durch die Krise kommen.

Denn die wirtschaftliche Krise verzehrt Eigenkapital als wichtigen Puffer: „Hier ist eine Finanzierungsstruktur gefragt, die eine solide Basis für unternehmerische Handlungsspielräume sichert, damit betroffene Unternehmen handlungsfähig bleiben oder wieder werden. Mit ihren typisch stillen Beteiligungen können die bundesweit vertretenen Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften den deutschen Mittelstand unterstützen“, so Guy Selbherr, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken, in dem auch die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften Mitglied sind. Die Beteiligungen zählen zum wirtschaftlichen Eigenkapital, wodurch das Bank-Rating des Unternehmens zusätzlich positiv beeinflusst werden kann.

Freitag, 30 Oktober 2020

Bürgschaftsbanken unterstützen Mittelstand im bevorstehenden Teil-Lockdown

Berlin, 30.10.2020 - Die Deutschen Bürgschaftsbanken unterstützen den deutschen Mittelstand - insbesondere in der aktuellen Krisenzeit und somit auch im bevorstehenden "Teil-Lockdown".

Die „Welle brechen“ ist das gesundheitspolitische Ziel, dass das  Herunterfahren ganzer Branchen ab dem
02. November erzwingt und erneut für die betroffenen Betriebe massive wirtschaftliche Auswirkungen zur Folge hat. Die im Zuge der Pandemie ausgeweiteten Corona-Hilfen der Bürgschaftsbanken und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, stellen mit Bürgschaften zur Liquiditätssicherung sowie stillen Beteiligungen zur Eigenkapitalstärkung wirkungsvolle Instrumente zur Unterstützung dar.


Seit dem Ausbruch der Corona-Krise Mitte März haben die Bürgschaftsbanken bis Ende Oktober 2020 über 4.000 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt und somit Kredite von über 1,1 Milliarden Euro ermöglicht. Im Zuge der Krise haben die privaten Bürgschaftsbanken eine erhebliche Ausweitung ihrer Fördermöglichkeiten vom Bund und den Bundesländern erhalten. So wurde beispielsweise die Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt und verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen ergriffen. Daneben sind die Institute oftmals in weitere Hilfsprogramme der Länder, z. B. mit 100 % Bürgschaften für spezifische Zielgruppen, eingebunden. Diese können über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken „ermoeglicher.de“ eingesehen werden. Auf einer dort befindlichen Deutschlandkarte kann das jeweilige Bundesland angesteuert und nähere Informationen zu den regionalen Corona-Hilfsprogrammen abgerufen werden.

Überbrückungshilfen, die vom Bund und den Ländern gewährt werden, sind im Rahmen der beihilferechtlichen Bedingungen kumulierbar mit den Instrumenten der Bürgschaftsbank und der MBG. So ist z. B. über einen verbürgten Kredit auch die Vorfinanzierung von Hilfsgeldern problemlos gemeinsam mit der Bank möglich.

Sowohl Unternehmerinnen und Unternehmer als auch Hausbanken und Berater können eine unverbindliche und kostenfreie Online-Anfrage über das Finanzierungsportal stellen. Die Anfrage wird direkt zur regional zuständigen Bürgschaftsbank durchgerootet, die dann unmittelbar die weiteren Schritte einleitet.
Freitag, 02 Oktober 2020

Corona-Krise: Bürgschaftsbanken ermöglichen Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen von über eine Milliarde Euro Kreditvolumen

Berlin, 01.10.2020 - Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland haben die deutschen Bürgschaftsbanken zwischen Mitte März bis Mitte September 2020 Kredite in Höhe von über einer Milliarde Euro ermöglicht. In dem Zeitraum konnten damit bereits über 3.600 mittelständische Unternehmen und Freiberufler in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten unterstützt werden. Darunter erhielten die meisten Genehmigungen das Gastgewerbe, der Dienstleistungsbereich sowie der Einzelhandel mit einem Plus zwischen 40 und 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seit Ausbruch der Corona-Krise Mitte März verdoppelten sich bei vielen Bürgschaftsbanken die Antragszahlen. Mit dem Bürgschaftsinstrument kann ergänzend zur wichtigen und stabilisierenden Förderung über die KfW eine flexible Unterstützung bei der Bereitstellung dringend notwendiger Liquidität z. B. auch über Hausbankdarlehen erfolgen.

Im Zuge der Krise haben die privaten Bürgschaftsbanken eine erhebliche Ausweitung ihrer Fördermöglichkeiten vom Bund und den Bundesländern erhalten. Diese umfassen u.a. die Verdoppelung der Bürgschaftsobergrenze auf 2,5 Mio. Euro (bisher 1,25 Mio. Euro), eine höhere Risikoübernahme bis 90 %  für die Hausbanken  sowie eine Erhöhung der Rückbürgschaft des Bundes und der Länder sowie verschiedene Maßnahmen zur Beschleunigung der Entscheidungen. Die Bürgschaftsbanken nutzen zudem die verbesserten EU-Beihilferegime und haben somit mehr Freiräume zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen. In vielen Fällen sind die Institute in weitere Hilfsprogramme der Länder z. B. mit 100 % Bürgschaften für spezifische Zielgruppen eingebunden.

Unterstützung auch im Bereich Eigenkapital

Doch oft sind nicht nur Kredite zur wirtschaftlichen Überbrückung notwendig: Zum Jahresende wird vermehrt auf die Unternehmensbilanzen geschaut. Die  Corona-Krise verzehrt Eigenkapital als wichtigen Puffer. Hier ist eine Finanzierungsstruktur gefragt, die eine solide Basis für unternehmerische Handlungsspielräume bietet, damit betroffene Unternehmen wieder handlungsfähig werden. Mit typisch stillen Beteiligungen stehen die Partner der Bürgschaftsbanken, die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, zur Verfügung. Die Beteiligungen zählen  zum wirtschaftlichen Eigenkapital, wodurch das Rating des Unternehmens positiv beeinflusst werden kann.

Ein großer Teil der Anfragen wurde bereits über das im Jahr 2019 gelaunchte Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken online gestellt. Eine Kontaktaufnahme kann auch durch die Hausbank, eine Kammer oder Berater erfolgen. Eine Übersicht der jeweils zuständigen Bürgschaftsbank steht auf der Seite des Verbandes deutscher Bürgschaftsbanken zur Verfügung.
Samstag, 12 September 2020

VDB-Vorstand einstimmig gewählt

Berlin, 11.09.2020 - Die Mitglieder des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB) haben in Mainz ihren Vorstand einstimmig gewählt.

Vorsitzender für weitere drei Jahre bleibt Guy Selbherr (54). Er gehört seit 2007 zum Vorstand, 2014 wurde er erstmals zum Vorsitzenden gewählt. Selbherr ist hauptamtlicher Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg sowie Geschäftsführer der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg. Seit 2007 ist er zudem Vizepräsident des europäischen Bürgschaftsbankenverbands AECM. Er freute sich über die Wiederwahl und bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen. Selbherr mit einem Ausblick: „Die Corona-Pandemie bestätigt eindrucksvoll wie durch eine Förderung über Bürgschaftsbanken und Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften betroffenen Unternehmen in der aktuell schwierigen Lage  schnell geholfen werden kann. Hilfreich ist dabei unser digitales Finanzierungsportal ermoeglicher.de. Hier haben Unternehmen, Kreditinstitute, Berater und seit kurzem auch Leasing-Gesellschaften einen direkten und effizienten Zugang zu Bürgschaften und Beteiligungen. Das Angebot wollen wir weiter verbessern und ausbauen.“

Ebenfalls wiedergewählt wurden die Stellvertreter Karl-Sebastian Schulte (Geschäftsführer Zentralverband des Deutschen Handwerks), Manfred Thivessen (Geschäftsführer Bürgschaftsbank/ KBG NRW) sowie Steffen Hartung (Geschäftsführer Bürgschaftsbank/ MBG Berlin).

Bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder Hans-Peter Petersen (Geschäftsführer Bürgschaftsbank/ MBG Schleswig-Holstein) und Dr. habil. Christian Fahrholz (Referatsleiter Unternehmensfinanzierung und Finanzmärkte des Deutschen Industrie- und Handelskammertags). Als neues Vorstandsmitglied wurde Arne Laß (Geschäftsführer Bürgschaftsbank/ MBG Sachsen) gewählt. Wolf-Dieter Schwab (Geschäftsführer Bürgschaftsbank/ MBG Sachsen-Anhalt) stellte sich nicht erneut zur Wahl.

Mittwoch, 09 September 2020

Zahntechnikermeister gewinnt 8. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken

Berlin, 07.09.200 - Sören Hohlbein punktet mit digitaler Zahntechnik und Automatisierung

Mit dem 8. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken ist der Zahntechnikermeister und Geschäftsführer Sören Hohlbein aus Hessen durch den ZDH-Präsidenten Hans Peter Wollseifer, den VDB-Vorsitzenden Guy Selbherr sowie durch die Leiterin der Abteilung Mittelstandspolitik im Bundeswirtschaftsministerium Dr. Sabine Hepperle ausgezeichnet worden.

Ursprünglich sollte der Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) im März in München verliehen werden. Bedingt durch die Pandemie wurden die Preise dieses Jahr im kleinen Kreis direkt in den Betrieben durch die jeweilige Bürgschaftsbank übergeben.

Mehr dazu lesen Sie in der vollständigen Pressemitteilung des VDB.

pdfPreisverleihung 8. Handwerkspreis der Bürgschaftsbanken

Donnerstag, 13 Februar 2020

Bürgschaftsbanken ermöglichen über 3.000 Existenzgründungen

Berlin, 13.02.2020 - Rund 57 % und somit über 3.000 der 2019 übernommenen Bürgschaften und Garantien gingen an Existenzgründerinnen und Existenzgründer. Bei über der Hälfte (54%) der finanzierten Existenzgründungen handelte es sich um Bürgschaften und Garantien für Unternehmensnachfolgen. In den letzten Jahren haben verbürgte Finanzierungen in diesem Bereich deutlich zugelegt, was auch auf den Anstieg der Kaufpreise zurückzuführen ist. Es zeigt aber auch, wie wichtig und wirkungsvoll das Bürgschaftsinstrument ist, um Nachfolgen finanziell zu bewältigen.

Im Jahr 2019 sicherten die Bürgschaftsbanken durch Bürgschaften und Garantien mit mehr als 1,1 Milliarden Euro die Finanzierungen von rund 5.300 kleinen und mittleren Unternehmen ab. Somit konnten diese Kredite und Beteiligungen von rund 1,7 Milliarden Euro aufnehmen. Am häufigsten wurden Handwerker (1.254 St.), Dienstleistungen / sonstige Branchen (1.225 St.) und Handelsbetriebe (1.037 St.) unterstützt.

Vergangenes Jahr haben die Bürgschaftsbanken dazu beigetragen, rund 11.100 Arbeitsplätze zu sichern bzw. neu zu schaffen und sind somit für den deutschen Wohlstand von großer Bedeutung.

Finanzierungsanfrage in wenigen Minuten stellen

Seit Kurzem ist es für Unternehmer noch einfacher, eine Finanzierungsanfrage zu stellen. Ende 2019 haben die Deutschen Bürgschaftsbanken ein neues Finanzierungsportal gestartet, über das eine steigende Anzahl an Vorhaben eingeht und das von dieser Zielgruppe positiv angenommen wurde.

„Die Herausforderungen im Unternehmenskundengeschäft sind derzeit gewaltig. Mit unserer digitalen Plattform ermoeglicher.de erreichen die Bürgschaftsbanken künftig auch direkt Unternehmen, um gemeinsam mit der Kreditwirtschaft mehr Zukunftsvorhaben zu fördern und zu unterstützen“, so Guy Selbherr, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken.

Über die Plattform https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de können Unternehmer, Freiberufler, Gründungs- und Nachfolgeinteressierte, aber auch Kreditinstitute sowie Beratungseinrichtungen innerhalb von wenigen Minuten Finanzierungsanfragen für ihre Firma bzw. ihre Kunden und Mandanten digital an die jeweilige Bürgschaftsbank in ihrem Bundesland stellen.


BB und MBG – der Imagefilm

Die Arbeit der Bürgschaftsbank einfach erklärt





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